Apps herunterladen – Android-iOS | Was dabei zu beachten ist

Auf dem Smartphone Apps herunterladen: Ein Klick und eventuell noch ein Passwort eingeben und schon ist die App installiert. Dennoch gibt es einige Punkte, auf die du achten solltest. Beispielsweise bedeutet gratis nicht immer wirklich kostenlos.

Apps herunterladen
Illustrationen: eb / ebblogs

Apps herunterladen – die App Stores

Grundsätzlich unterscheiden sich die App Stores bei Android (Google Play) und iOS nicht wesentlich. Du findest hier eine Liste mit allen verfügbaren Apps, aufgeteilt nach Beliebtheit, Kategorien, Kostenlos oder Bezahl-Apps sowie eine Suchfunktion.

Google Play bietet ca. 3,63 Millionen Apps an (Stand: Februar 2018) und aus dem App Store kannst du ca. 2,2 Millionen Apps herunterladen (Stand: Oktober 2017). Andere Bezugsquellen für Apps lasse ich bewusst weg. Die Installation aus Hersteller-Stores (z. B. Samsung, LG) und aus dem Amazon Store gilt zwar noch als relativ sicher, aber von anderen Anbietern ist definitiv abzuraten.

In der Regel musst du bei der Anmeldung in einem der App Stores dein Google Passwort / deine Apple-ID angeben. Bevor du nun Apps herunterladen kannst, musst du dich außerdem für eine Zahlungsmethode entscheiden.

Akzeptiert wird von Google bzw. Apple eine der folgenden Kredit- oder Debitkarten: Mastercard, Visa oder Visa Electron sowie eine Guthaben- oder Geschenkkarte für den jeweiligen Store. Darüberhinaus ist in Deutschland auch die Zahlung per PayPal sowie eine Abrechnung über die Handy-Rechnung möglich. Letzteres hängt jedoch vom Mobilfunk-Anbieter ab und ist auch nicht unbedingt zu empfehlen.

Beschreibung der Apps

Sobald du eine interessante App gefunden hast, klickst du auf das Icon und ein Informationsfenster öffnet sich. Neben einigen Screenshots und einer Beschreibung des Inhalts und der Funktionen findest du hier noch weitere nützliche Angaben.

Zunächst die Bewertung der App durch andere Nutzer. Lies dir mehrere Bewertungen durch. Was gefällt den Nutzern oder was haben sie an der App auszusetzen? Antwortet der Entwickler auf Beschwerden / Anfragen und wenn ja, wie? Daran lässt sich schon eine Menge über die Qualität ablesen.

Weitere Informationen

Noch interessanter wird es, wenn du weiter nach unten scrollst. Dort stehen vielleicht die wichtigsten Details. Insbesondere sind dies Angaben zur …

Größe der App,
erforderlichen System-Version,
Anzahl der Installationen,
Altersfreigabe sowie
zu den Berechtigungen.

Gerade der letzte Punkt ist einen Blick wert, damit du entscheiden kannst, welche Rechte die App haben möchte und wie sinnvoll diese im Einzelfall sind. Muss z. B. ein Spiel auf deine Kamera zugreifen oder ein Fotobearbeitungs-Programm deine Kontakte lesen können? Eher nein. Verlangt die App solch unnötige Berechtigungen, sollte das deinen Argwohn wecken.

Aktualisierungs-Intervall

Möchtest du Apps herunterladen, die lange kein Update mehr erhalten haben, kann das Probleme bei der Kompatibilität mit der aktuellen Version deines Betriebssystems verursachen. Außerdem könnten diese Apps auch Sicherheitslücken mitbringen.

Deshalb schaue dir an, wann die App das letzte Mal aktualisiert wurde. Im App Store hast du zusätzlich die Möglichkeit, den Versions-Verlauf aufzurufen. Dieser gibt dir Auskunft, wie häufig Updates erschienen sind und was verändert wurde. Natürlich hängt die Notwendigkeit zur Aktualisierung von der Art der App ab. Je aktueller die Inhalte sind, desto häufiger sind auch Updates zu erwarten. Kommen diese jedoch nur in großen Abständen oder ist das letzte Update schon Jahre her, spricht das für eine schlechte Pflege der App und ein Desinteresse des Entwicklers.

Kostenlose Apps

Wirklich kostenlose Anwendungen gibt es eigentlich nicht. Denn die Entwickler müssen auch von irgendetwas leben und gerade in hochwertigen Apps steckt eine Menge Arbeit.

Zwar kannst du einige Apps herunterladen, ohne direkt dafür zu bezahlen. In einigen Fällen zahlst dann aber indirekt mit deinen Daten. Meistens jedoch finanzieren sich diese Apps über Werbung. Einerseits durch Werbung innerhalb der Inhalte (z. B. Magazine, soziale Netzwerke, etc.), andererseits durch separate Werbe-Einblendungen. Diese können am oberen oder unteren Rand fixiert oder temporär als Popup oder Overlay erscheinen. In beiden Fällen ist das nervig und kann u. U. auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Gratis, aber mit Bezahl-Version

Manche Apps, beispielsweise Wetter oder Nachrichten, kannst du zwar gratis herunterladen, wirst aber anschließend zu In-App-Käufen aufgefordert. Teilweise handelt es sich auch nur um eine vereinfachte oder Probe-Version. Die Entwickler rechnen dann damit, dass du nach kurzer Zeit zur werbefreien oder Voll-Version wechseln möchtest. Demzufolge bezahlst du am Ende doch, sei es einmalig oder du schließt ein Abonnement für einen begrenzten Zeitraum ab.

In-App-Käufe

Neben der schon erwähnten Bezahlung für Werbefreiheit bieten insbesondere kostenlose Apps den Kauf von Zusatzfunktionen an. Am bekanntesten und wohl auch bedenklichsten sind Spiele. Während des Spielens wirst du wiederholt aufgefordert, irgendwelches Bonus-Material zu kaufen. Oder, noch raffinierter, das Spiel stockt ab einem bestimmten Level und lässt sich nur fortsetzen, wenn du bezahlt hast. Das kann dann richtig teuer werden (das rechts abgebildete Beispiel ist hoffentlich ein Extremfall).

Bezahl-Apps

Grundsätzlich ist es nicht nur im Sinne des Entwicklers besser, von vorneherein für eine App zu bezahlen. Andere Produkte bezahlst du ja auch. In der Regel sind diese Apps werbefrei. Dennoch heißt bezahlen auch hierbei nicht unbedingt, dass in Zukunft keine Kosten mehr anfallen.

Am besten ist es natürlich, wenn die App einen festen Preis hat, den du einmalig bezahlst. Darin sind dann alle Funktionen und zukünftigen Aktualisierungen enthalten. Wenn es dann noch einen befristeten Probezeitraum gäbe, in dem du die App zurückgeben kannst, wäre das ideal. Denkbar wäre, dass das Geld erst nach diesem Zeitraum abgebucht wird oder das es zurücküberwiesen wird.

In letzter Zeit wechseln jedoch immer mehr Apps, die bisher einen festen Preis hatten, zu einem Abo-Modell. Das bedeutet, dass du dafür z. B. jedes Jahr erneut bezahlen musst. Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits kannst du das Abo nach einem Jahr beenden, wenn du die App nicht mehr brauchst oder sie dir nicht mehr gefällt. Andererseits entstehen, wenn du sie auch weiterhin nutzen möchtest, jedes Jahr aufs Neue Kosten.

Abschließend kannst du auch noch Apps herunterladen, die du bezahlst und die trotzdem noch In-App-Käufe anbieten.

Apps herunterladen

Fazit

Ein Smartphone ohne Apps ist eigentlich uninteressant. Die meisten Besitzer nutzen ihr Gerät ja nicht mehr nur zum Telefonieren und simsen. Im Gegenteil, die mobilen Geräte sind kleine Computer, die fast schon mehr können als viele Laptops. Dementsprechend erledigst du auf ihnen deine E-Mail-Korrespondenz, führst einen Kalender, bewegst dich in sozialen Netzwerken und informierst dich über alles, was so in der Welt passiert. Sie ersetzen den Wecker, das Navi, den mp3-Player und das Fernsehgerät. Und nicht zuletzt vertreibst du mit Spielen die Langweile. Für all das brauchst du spezielle Anwendungen.

Aus den App Stores kannst du mit einem Klick alle erdenklichen Apps herunterladen. Jedoch sind nicht alle gleich gut. Apple und Google legen zwar recht strenge Maßstäbe an, was Qualität und Sicherheit betrifft, aber schwarze Schafe findest du dort trotzdem. Manche wollen dir nur Geld aus der Tasche ziehen oder Zugriff auf dein Gerät erhalten, um an deine Daten zu kommen. Es hat sogar schon völlig inhaltslose Apps gegeben.

Deshalb solltest du nicht blind auf Installieren klicken, sondern die mitgelieferten Informationen kritisch durchlesen. Nicht alle kostenlosen Apps sind grundsätzlich schlecht und nicht alle Bezahl-Apps sind gut. So einfach ist es leider nicht.

Doch genauso wie du für deine Leistung bezahlt werden möchtest, ist es nur fair, den Entwicklern ebenfalls einen Lohn zuzugestehen. Nicht zuletzt auch als Motivation für weiterhin gute Leistung. Und da ist es mir lieber, ich bezahle eine bestimmten Betrag, als dem Entwickler über Werbung zu einem Einkommen zu verhelfen.

Anmerkung: Die in den Abbildungen gezeigten Apps dienen nur der visuellen Verdeutlichung der beschriebenen Punkte – ohne positive oder negative Bewertung.

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