Spotify | Vor- und Nachteile des Streaming-Dienstes

Die Firma Spotify AB wurde 2006 in Stockholm gegründet und das Programm wurde 2008 zum ersten Mal zum Download angeboten. 2009 nutzen bereits 1 Millionen Mitglieder diesen Dienst. 2011 waren 26,7 Prozent der ca. 15 Millionen Nutzer zahlende Abonnenten. Und im März 2017 hatten 50 Millionen von insgesamt 100 Millionen Nutzern den Dienst abonniert (Quelle: Statista / Mobiflip). Damit ist Spotify ist nach wie vor der meist-genutzte Musik-Streaming-Dienst weltweit. Was macht ihn so populär?

Wirtschaftlich gesehen war 2015 mit 1,95 Milliarden Euro Umsatz das bisher beste Geschäftsjahr für das Unternehmen. Gleichzeitig wurden aber auch 173 Millionen Euro Verlust gemacht, was darauf zurückzuführen ist, dass das Unternehmen weiter in den Ausbau investiert – u. a. auch, um der zunehmenden Konkurrenz durch Apple die Stirn zu bieten. (Quelle: Tagesschau)

Spotify

Spotify – das Angebot

Momentan stehen ca. 40 Millionen Songs sowie Hörbücher, Podcasts, Videos und eine Radio-Funktion zur Verfügung. Wenn du den Dienst gratis nutzt, gibt es Werbeunterbrechungen und die Streaming-Qualität ist etwas schlechter. Das Premium-Einzel-Abonnement ohne Werbung und in höchster Qualität kostet 9,99 €/Monat. Wenn du 14,99 €/Monat ($ 15) investierst, können momentan insgesamt 6 Familienmitglieder den Dienst „mit“hören. Zwar ist nur ein Familienmitglied Abonnent, aber jedes einzelne Mitglied meldet sein eigenes Musik-Konto an. Somit kann jeder von den anderen unabhängig z. B. eigene Listen erstellen. Die Abonnements sind jederzeit kündbar. Spotify gibt es als App für alle mobilen Geräten und auf dem Desktop über einen WebplayerAllerdings hat Spotify im September 2017 den Support für den Safari Browser von Apple eingestellt. Apple Nutzer müssen also entweder einen anderen Browser verwenden oder die App auf dem Mac installieren.

Funktionen

Die hier beschriebenen Funktionen gelten für alle Anwendungen. Nachdem du dich angemeldet hast und eingeloggt bist, schlägt dir Spotify auf der Startseite neue Titel / Alben vor. Außerdem kannst du innerhalb einzelner Genres, nach Hörbüchern, Podcasts und Videos oder über die Suchleiste nach bestimmten Titeln, Alben oder Künstlern suchen. Außerdem findest du Radiostationen je nach Genre. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, lokale Dateien vom PC über Spotify abzuspielen sowie Spotify mit iTunes bzw. dem Windows Media Player zu verbinden.

Seit September 2017 gibt es eine neue Playlist: Eure Zeitkapsel, die alle Nutzer ab 16 Jahren unter Start oder in der Rubrik Jahrzehnte unter Browse in der Spotify-App finden können. Auch über timecapsule.spotify.com kannst du die Musik deiner Jugend abspielen.

Um deine Lieblings-Songs zu sichern, erstellst du eigene Playlisten und benennst sie nach Belieben. Darüber hinaus entscheidest du, ob eine Liste privat oder öffentlich sein soll (s. Social).

Spotify mobil

Eine weitere Funktion ist, dass du einen Song z. B. auf deinem PC abspielen und direkt auf deinem mobilen Gerät weiterhören kannst. Natürlich müssen alle Geräte mit demselben Konto angemeldet sein.

Playlisten

Zunächst kannst du deine Liste/n jeder Zeit wie folgt bearbeiten: So fügst du einzelne Songs einer Liste/mehreren Liste/n hinzu oder entfernst sie daraus. Genauso kannst du die Reihenfolge der Songs verändern und sie in eine andere Liste verschieben. Dabei bleibt der Titel solange in beiden Listen erhalten, bis du ihn aus der Ursprungs.Liste löschst. Abschließend kannst du natürlich eine / mehrere deiner Playlisten löschen.
Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, Alben oder öffentliche Playlisten anderer zu sichern. Jedoch werden Alben oder Titel, die du über die Suchfunktion aufrufst, werden nicht automatisch gesichert. Zwar findest du sie noch für eine gewisse Zeit unter Zuletzt gehört, aber sie bleiben dort nicht dauerhaft erhalten.

Spotify PC
Außerdem bedeutet gesichert in diesem Zusammenhang nicht gespeichert. Denn die Titel werden immer noch gestreamt, sind also nur online verfügbar.
Wenn du deine Songs auch offline hören willst, speicherst du die Titel / Alben etc. auf dem jeweiligen Gerät.

Speichern und Einstellungen

Um die Titel auch ohne Netz hören zu können, klickst du auf dem PC auf Speichern; auf dem Smartphone stellst du den entsprechenden Schalter auf Offline. Nachdem du Playlisten, Alben etc. auf einem Gerät gespeichert hast, werden deine Titel auf allen Geräten, die mit demselben Konto angemeldet sind, synchronisiert. Trotzdem gehören die Titel nicht dir, sondern du kannst die gespeicherte Titel nur auf dem Gerät, auf dem sie gespeichert wurden, offline hören.
Welche Songs, Listen oder Alben du offline hören kannst, erkennst du an einem kleinen grünen Download-Zeichen neben dem jeweiligen Titel. Sobald du auf einem Gerät die App löschst, das Spotify-Konto abmeldest oder den Dienst komplett kündigst, sind auch die gespeicherten Titel gelöscht.
Neben dem Erstellen deines Profils, beschränken sich die Einstellungen auf das Abspiel-Verhalten, die Streaming-Qualität und Benachrichtigungen.

Social

Doch Spotify ist nicht nur ein Musik-Streaming-Dienst. Zusätzlich gibt es ein soziales Netzwerk. Wie bereits erwähnt, kannst du nicht nur Alben aufrufen, sondern auch öffentliche Playlisten. Somit hast du die Möglichkeit, diesen Listen sowie deren Eigentümern oder den Künstlern zu folgen und mit ihnen zu kommunizieren. Falls du dieses Netzwerk aktiv nutzen möchtest, passt du die Benachrichtigungen entsprechend an.

Datenvolumen

Wie alle Streaming-Dienste verbraucht auch Spotify Daten. Je nach Mobilfunkvertrag kann das u. U. erhebliche Kosten verursachen. Bis vor kurzem gab es Verträge, bei denen die so verbrauchten Daten nicht auf das gebuchte Daten-Volumen angerechnet wurden. Das hat sich 2016 geändert:
Am 30. August 2016 veröffentlichte die Telekom-Regulierungsbehörde Berec in Brüssel die überarbeitete Leitlinie für Internet-Anbieter in der EU. So wurde unter anderem die Sonderreglung für Zero-Rating-Angebote präzisiert. So sind davon auch Musik-Streaming-Dienste betroffen. Bei der Telekom z. B. war eine entsprechende Regelung für Spotify in vielen Verträgen enthalten. Jedoch ist dies nicht mehr Bestandteil der ab dem 02.08.2016 abgeschlossenen Verträge. Für Alt-Verträge soll sich angeblich nichts ändern. Wie lange das noch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten, denn es würde den Netzneutralität-Regeln für Zero-Rating-Dienste widersprechen:

… Verboten sind diese zwar grundsätzlich nicht, allerdings gibt es auch hier Auflagen. Provider müssen zum Beispiel sämtliche Dienste drosseln, wenn ein Nutzer das Datenvolumen aufgebraucht hat – Drossel-Ausnahmen für einzelne Zero-Rating-Dienste sind nicht mehr gestattet. Quelle: Computer Base

Um den Daten-Konsum im Rahmen zu halten, bleibt nur das Herunterladen deiner Lieblings-Titel über WLAN. Anschließend stehen sie dir jederzeit Offline zur Verfügung. Allerdings wird dadurch mehr Speicherplatz belegt.

Fazit

Warum ist Spotify so populär? Vor allem die große Auswahl an Titeln aus allen Musik-Bereichen, an Hörbüchern und Podcasts spricht für Spotify. Des weiteren funktioniert die Synchronisierung über alle mit dem selben Konto angemeldeten Geräte perfekt. Bemerkenswert ist auch die einfache Bedienung.
Gibt es Kritikpunkte? Zumindest einige sagen ja – den Datenschutz.

Aufgrund der sozialen Komponente und zur Verbesserung der Vorschläge speichert der Dienst einige persönliche Daten. Eigentlich unterscheidet sich Spotify darin aber in keiner Weise von anderen Streaming-Diensten oder sozialen Netzwerken.

Deshalb ist Spotify meiner Meinung nach trotzdem empfehlenswert. Insbesondere Musikliebhaber mit mobilen Geräten und geringem Speicherplatz profitieren davon, weil sie nicht jeden Titel auf dem Gerät speichern müssen. Denn nicht alle sollen dauerhaft gespeichert sein, sondern du möchtest sie vielleicht nur ein paar Mal anhören.
Für mich gibt es jedenfalls zur Zeit keine wirklich bessere Alternative.

Verwendest du Spotify – warum oder warum nicht?

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