Erfolgreiches Bloggen | 7 notwendige Voraussetzungen

Ein allgemein gültiges Rezept für erfolgreiches Bloggen existiert natürlich nicht. Dennoch gibt es ein paar Voraussetzungen, um überhaupt eine Chance auf diesem Markt zu haben. Mit den technischen Grundlagen habe ich mich bereits in einem anderen Artikel beschäftigt. Hier soll es nun um Anforderungen gehen, die du als Person erfüllen solltest.

Bloggen - blogging

Erfolgreiches Bloggen – kein Problem?

Es gibt so viele Blogger, da kann es doch nicht so schwierig sein, selbst mit einem Blog online zu gehen. Ja und nein. Zunächst gibt es eben so viele Blogger. Doch im Gegensatz zu den U. S. A. ist die Blogger-Szene in Deutschland recht überschaubar.

Das macht es aber nicht unbedingt einfacher. Einerseits fehlt der Gedankenaustausch und die gegenseitige Unterstützung durch Verlinkungen, Blog-Paraden o. ä. Andererseits gibt es zwar weniger direkte Konkurrenten, aber, je nach Themengebiet, stehst du im Wettbewerb mit lange etablierten Magazinen. Was solltest du also mitbringen, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können?

1 Die richtige Nische

Einer der wichtigsten Punkte für erfolgreiches Bloggen ist, das richtige Thema zu finden. Je allgemeiner die Beiträge in deinem Blog sind, desto schwieriger ist es, Leser anzulocken und auch zu binden. Ist dein Bereich zu eingegrenzt, könnte es wiederum passieren, dass dir irgendwann die Ideen ausgehen. Folglich solltest du dich zwar spezialisieren, aber immer noch genug Luft nach oben haben.

Hilfreich kann es sein, die für dich in Frage kommenden Themen in eine Suchmaschine einzugeben und zu sehen, wie groß die Konkurrenz ist und wer die Konkurrenten sind: Etablierte Magazine – Blogger, die seit Jahren im Geschäft sind – engagierte Newcomer – kleine Blogs mit wenig bis gar keinen neueren Beiträgen? Dann kannst du in etwa abschätzen, ob du überhaupt eine Chance hast, als Neuling auf dem Gebiet wahrgenommen zu werden.

2 Themen finden

Hast du deine Nische gefunden und bist voll motiviert, schreiben sich die ersten Blog-Beiträge wahrscheinlich fast von selbst. Aber so toll diese Posts auch sein mögen, sie garantieren noch kein erfolgreiches Bloggen. Denn abgesehen von kurzzeitigen Hobby-Blogs (z. B. Meine Reiseerlebnisse in …), sind halbwegs professionelle Blogs ja auf Dauer ausgelegt. D. h. du musst auch nach Monaten noch regelmäßig interessante Beiträge veröffentlichen.

Ideen fallen nicht vom Himmel.

Deshalb musst du bereit sein, dich neben dem eigentlichen Schreiben, ständig mit deinem Thema zu beschäftigen. Sei es, dass du z. B. für einen DIY- oder Rezept-Blog immer neue Dinge ausprobierst, sei es, dass du alles über neue Entwicklungen auf deinem Gebiet liest, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Außerdem vergiss nicht, ein Auge auf deine Zielgruppe zu richten. Welche Fragen oder Probleme haben deine potentiellen Leser? Solange du noch keinen großes Publikum hast, bieten sich die sozialen Netzwerke an. Schau dir Timelines / Posts zu deinem Thema und die dazugehörigen Kommentare an. Was bewegt die Welt bzw. die Leser?

3 Texte und das Drumherum

Eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Bloggen ist das Schreiben können. Hierzu reicht es nicht, dass du der deutschen Sprache mächtig bist. Du solltest auch die deutsche Orthografie und Grammatik beherrschen. Für kleinere Schnitzer sorgt schon die allgegenwärtige Autokorrektur. Einen Blog, in dessen Texten fast kein Satz fehlerfrei ist, wird sich kein Leser zweimal antun.

Natürlich hat jeder Blogger seinen eigenen Schreibstil. Dieser kann je nach Thema und Zielgruppe lockerer oder wissenschaftlicher sein. Reine Umgangssprache ist jedoch kein Stil, sondern eine Zumutung für die Leser. Darüber hinaus sollten deine Texte strukturiert und flüssig geschrieben sein sowie zum Weiterlesen animieren.

Fotos oder Grafiken lockern den Text auf, vermitteln Zusatzinformationen oder veranschaulichen einzelne Aspekte. Dazu müssen sie natürlich zum Inhalt passen. Fotos von Datenbanken erfüllen diesen Zweck nicht immer. Es kann schon sehr langweilig sein, dieselben Bilder auf verschiedensten Webseiten zu sehen, ganz zu schweigen von eventuellen Problemen hinsichtlich des Urheberrechts. Deshalb schadet es nicht, wenn du selbst fotografieren oder Grafiken erstellen könntest.

4 Zeitaufwand

Ausgehend davon, dass du ernsthaft und dauerhaft bloggen möchtest, ist es nahezu ein Full-Time-Job. Der Zeitaufwand für das reine Schreiben und die Bearbeitung von Fotos / Grafiken ist da noch relativ gering.

Wesentlich mehr Zeit musst du in Recherchen, Testen von Produkten, etc. und deine Präsenz in sozialen Netzwerken investieren. Die Welt soll ja wissen, dass es deinen Blog gibt und dass du etwas mitzuteilen hast. Deshalb musst du dich auch dort engagieren. Sei kommunikativ aber kein Spammer. Das ist ein weiterer wesentlicher Faktor für erfolgreiches Bloggen.

Abschließend darfst du auch die technische Seite deines Blogs nicht aus den Augen verlieren und solltest ältere Beiträge hin und wieder aktualisieren.

5 Finanzen

Gerade zu Anfang musst du kein Vermögen investieren. Solltest du deinen Blog selbst hosten, was für einen auf Dauer angelegten Blog zu empfehlen ist, zahlst du natürlich für den Server-Platz. Dazu kommen vielleicht noch ein bezahltes Theme und ein paar Plugins. Viele Entwickler bieten eine freie Version der Standard-Plugins an, die am Anfang meistens ausreicht. Je größer dein Blog wird, desto mehr wird er jedoch kosten.

Auf der Einnahmenseite steht zunächst eine Null. Du kannst nicht davon ausgehen, dass du schnell Geld verdienst. Egal, ob du ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietest oder Werbung einblendest. Du musst schon einige Tausend Klicks haben, bevor du etwas verkaufst bzw. bevor Unternehmen Werbung auf deiner Seite schalten wollen und du an den Klicks verdienst.

6 Jetzt wird es persönlich

Wie so häufig kommt das Wichtigste zum Schluss. Erfolgreiches Bloggen fängt bei dir selbst an. Du solltest dich wirklich in deinem Themenbereich auskennen, quasi ein Art Spezialist/in sein und deine Begeisterung mit anderen teilen wollen und können.

Entwickle deinen eigenen Stil, deine eigene Sichtweise und kopiere auf keinen Fall andere Blogger oder Autoren, auch wenn diese noch so tolle Inhalte veröffentlichen. Nach dem Motto: Appetit kannst du dir holen, aber gegessen wird zu Hause – Anregung holen ja, abschreiben niemals.

Außerdem gehört die Bereitschaft, dich zumindest in die Grundfunktionen des Backends einzuarbeiten dazu. Deine Beiträge sollen ja auch einen passenden Rahmen haben. Denn nur wenn alles stimmig ist, hast du die Chance zu einer Marke, d. h. bekannt zu werden.

Und gehe davon aus, dass es kein reines Hobby ist bzw. bleibt. Rechne damit, dass du auch an deinem Blog arbeiten musst, wenn du eigentlich keine große Lust dazu hast und zu Zeiten, wenn deine Familie und Freunde ihre Freizeit genießen.

Sei offen und pflege deine anfangs sicher spärlichen Kundenkontakte. So gesehen sind deine Leser Werbeträger für deinen Blog. Hast du sie glücklich gemacht oder ihnen bei einem Problem geholfen, empfehlen sie dich weiter. Ignorierst du sie, werden nicht nur sie nicht wiederkommen, sondern ihren Unmut u. U. auch weitererzählen.

Fazit

Selbst wenn du alle vorgenannten Voraussetzungen erfüllst, ist das keine Garantie für erfolgreiches Bloggen. Aber schon ein sehr guter Ausgangspunkt.

7 Jetzt brauchst du nur noch …

Zielstrebigkeit (du weißt, dass du es schaffen wirst)
Selbstvertrauen (du bist überzeugt von dem, was du tust)
Hartnäckigkeit (immer dran bleiben und Qualität liefern)
Kritikfähigkeit (nicht gleich aufgeben, noch besser werden)

… und jede Menge Geduld. Viel Glück!

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