WP Themes | Kostenlos – Pro und Kontra

Bei der Suche nach einem Theme für deinen Blog sind WP Themes meist die erste Anlaufstelle. Dort findest du auch kostenlose Vorlagen, die sich insbesondere für Anfänger eignen. Du kannst verschiedene ausprobieren. Bei Nichtgefallen droht kein finanzieller Verlust. Hört sich doch gut an, aber gibt es auch Nachteile? + English version

WP Themes

Standard WP Themes

Nachdem du bei WordPress den Anmeldeprozess abgeschlossen hast, kannst du mit deinem Blog beginnen. WP stellt dir automatisch ein Standard-Theme zur Verfügung. Dieses ist gratis und nicht schlecht, jedoch eben nicht besonders originell. Daran solltest du etwas ändern.

Was ist ein Theme?
Im Netz findest du zwei Bezeichnungen für Webseiten-Vorlagen: Template und Theme. Ein Template ist sozusagen eine Schablone mit formatierten (Text-)Bausteinen. Themes sind veränderbare grafische Oberflächen. Sie enthalten also nicht nur eine Text-Schablone, sondern bieten je nach Umfang einige oder viele zusätzliche grafische Gestaltungsmöglichkeiten.

Freies WP Theme auswählen

Freie Alternativen gibt es zahlreiche, die auch recht hochwertig sind. Wie findest du sie? Auf der linken Seitenleiste im WP Backend klickst du auf

› Design
›› Themes
››› Hinzufügen

Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster. Den Button Theme hochladen ignorierst du.

Stattdessen siehst du dir die Kategorien Vorgestellt – Populär – Neueste – Favoriten an. Möchtest du die Auswahl weiter eingrenzen, filterst du nach Funktionen, z. B. responsive, keine Seitenleiste etc. Anschließend scrollst du durch die Vorschaubilder.

WP Theme installieren

Gefällt dir eines der WP Themes, klickst du auf Details und/oder Vorschau. Einerseits hast du einen Eindruck, wie deine Webseite aussehen könnte. Andererseits erfährst du, welche Features (z. B. Logo-Upload, Vollbild-Slider, Zugang zu Google Fonts …) das Theme mitbringt.

Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, einen Blick auf die Bewertungen, die Anzahl der Downloads und das Datum des letzten Updates zu werfen. Stellst du fest, dass das Theme vor Monaten oder gar Jahren das letzte Mal aktualisiert wurde, ist von der Nutzung eher abzuraten. Du kannst dann davon ausgehen, dass es in punkto Sicherheit und Funktion nicht mehr den aktuellen Standards entspricht. Auch werden die Entwickler Programmier-Fehler, die bei jedem Theme vorkommen, wohl nicht mehr korrigieren.

Hast du deinen Favoriten gefunden, klickst du auf Installieren. Anschließend kannst du das Theme direkt aktivieren.
Möchtest du das Theme wieder wechseln, so hast du zwei Möglichkeiten:

› Design
›› Theme
››› Hier findest du alle deine heruntergeladenen Themes.
›››› Du aktivierst einfach ein anderes Theme und das bisher genutzte ist automatisch deaktiviert.

Oder du suchst dir ein neues aus und verfährst wie zu Beginn beschrieben.

› Design
›› Theme
››› Hinzufügen.

WP Theme anpassen

Jetzt hast du zwar das Grundgerüst für deinen Blog, aber es ist eben noch nicht DEIN Blog. Deshalb solltest du dir alle Voreinstellungen ansehen und entsprechend ändern. Hierzu klickst du im WP Backend wieder auf Design und dann auf Customizer.

In diesem Fenster erscheint links eine Seitenleiste mit den Anpassungsmöglichkeiten und rechts eine Live-Vorschau deiner Seite.
Am besten gehst du alle Optionen, z. B. Farben, Schriften etc., der Reihe nach durch. Nach dem Anklicken erscheint jeweils eine neue Liste mit den Optionen für diesen Teilbereich.

Einige Einstellungen setzen eine Vorbereitung voraus. So kannst du natürlich nur dein Logo oder Header-Bild hochladen und einsetzen, wenn du es vorher (z. B. mit Affinity Designer) gestaltet und auf deinem Desktop gespeichert hast. Ähnlich verhält es sich mit dem Menü, dass du vorher unter Design › Menüs erstellt haben solltest.

Dank des Customizers erklären sich die Anpassungsmöglichkeiten eigentlich von selbst.

Schreiben

Nachdem du nun den äußeren Rahmen deiner Webseite gestaltet hast, kannst du deinen ersten Beitrag verfassen. Entweder schreibst du zunächst einen Entwurf mit einem Programm wie z. B. TextEdit oder Ulysses. Word oder Pages sind nicht zu empfehlen, da diese Programme spezielle Formatierungen einfügen, mit denen deine Webseite nichts anfangen kann und die nur unnötigen Ballast darstellen, der die Ladegeschwindigkeit negativ beeinflusst.

Oder du schreibst direkt im Text Editor bei WordPress. In der Vorschau kontrollierst du, ob alles so aussieht, wie du es dir vorgestellt hast. Wenn du zufrieden bist, veröffentlichst du anschließend deinen ersten Artikel.

Erweiterungen bei WP

Spätestens wenn dein Blog läuft und immer mehr Beiträge enthält, reicht dir die freie Grundversion vielleicht nicht mehr aus. Sofern du deine Webseite nicht selbst hosten möchtest, kannst du eine Erweiterung bei WP erwerben.

Je nach Paket hast du mehr Optionen um deine Seite individueller und professioneller zu gestalten. Falls du noch mehr Freiheiten haben möchtest, hat das natürlich seinen Preis.

Da nur das Business-Paket mit einer selbstgehosteten Seite vergleichbar wäre, solltest du auch die Kosten bei anderen Hosting-Anbietern und für ein Premium-Theme durchrechnen. Bei einem Preis von ca. 300 €/Jahr kann es sein, dass letzteres mehr bietet und u. U. auf Dauer günstiger ist.

Bewertung freier WP Themes

Vorteile:

Kostenlos und für WP optimiert
Basis-Anpassung ohne große Vorkenntnisse möglich
Einige Standard-Plugins sind vorinstalliert
Hilfe und automatische Updates durch WP

Nachteile:

Wenig Speicherplatz
Nur begrenzte Anpassungsmöglichkeiten
Installation zusätzlicher Plugins ist nicht möglich
WP Werbeanzeigen und Branding in der Fußzeile

Fazit

Vorweggesagt gibt es viele hochwertige und gut programmierte WP Themes. Für Anfänger, die noch nicht so richtig wissen, wohin ihr Bloggen führen soll, können sie vollkommen ausreichen. Auch für kleine, einfache oder temporäre (Hobby-) Blogs musst du kein teures Theme kaufen. Dafür wirst du sicher bei WP eine passende kostenlose Vorlage finden.

Möchtest du aber eine professionellere Webseite u. U. dauerhaft betreiben, kannst du mit einem kostenlosen Theme schnell an Grenzen stoßen. Spätestens, wenn du über deine Seite etwas verkaufen oder Werbung schalten möchtest, brauchst du Erweiterungen, die du nicht in ein freies Theme integrieren kannst.

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