Smartphone Anpassung | Gewusst wie – Android / iOS

Im letzten Teil des Android-iOS-Vergleichs geht es um die „normalen“ Möglichkeiten zur Smartphone Anpassung. Tiefergehende Veränderungen z. B. mit Hilfe von Drittanbieter-Apps, Launchern oder Root / Jail-Break bleiben außen vor.

Smartphone Anpassung
Illustrationen: eb / ebblogs

Smartphone Anpassung

Jedes Mal wenn du dein Smartphone in die Hand nimmst, siehst du zunächst den Sperr- und anschließend den Home-Bildschirm. Hier beginnen alle weiteren Aktionen. Deshalb sollte vor allem der Homescreen an deine Bedürfnisse angepasst sein, um dein Gerät möglichst optimal nutzen zu können.
Je nach Geräte-Typ, Hersteller und Firmware-Version können einzelne Bezeichnungen von den hier genannten abweichen.

Sperrbildschirm

Er verdeckt den eigentlichen Inhalt deines Smartphones und zeigt neben Statusleiste, Uhrzeit und Datum auch Mitteilungen an. Außerdem kannst du vor hier aus direkt die Kamera öffnen. Die Vorgehensweise variiert u. U. bei den unterschiedlichen Geräten.

Zusätzlich hast du bei einigen Android-Geräten die Möglichkeiten bis zu fünf Apps für den Schnellzugriff auf dem Sperrbildschirm anzulegen. Ab iOS 10 befindet sich in der linken unteren Ecke der Schnellzugriff auf eine App. Normalerweise ist dies der Safari-Browser.

Nachdem du den Sperrbildschirm nach rechts gezogen hast, erscheinen bei einigen Geräten ein oder mehrere Fenster mit Widgets.
Um zu deinen Anwendungen zu gelangen, entsperrst du das Gerät. Entweder …

• du benutzt den Fingerprint-Sensor,
• die Gesichtserkennung,
• gibst einen Ziffern-Code / ein Passwort ein
• oder zeichnest ein Muster.

Je ein Punkt für Android + iOS

Homescreen

Dies ist die eigentliche Nutzeroberfläche, auf der deine Apps und Widgets (letztere nur bei Android) in einem Raster angeordnet sind. Je nach Anzahl der Apps und Widgets kannst du mehrere Bildschirme verwenden.

› Längerer Druck auf eine App
›› festhalten
››› über den rechten Bildschirmrand ziehen und
›››› auf dem neuen Bildschirm ablegen.

Benutzt du bereits mehrere Bildschirme, so verschiebst du nach demselben Prinzip auch Apps vom 2. über den linken Rand zurück auf den 1. Bildschirm oder über den rechten Rand weiter auf den dritten. Das vorgegebene Grundraster (z. B. 4 x 6 Icons) kannst du in den Einstellungen nicht verändern.

Im Gegensatz zu iOS, wo du nur die Reihenfolge der Icons variieren bzw. Icons auf einen anderen Bildschirm verschieben kannst, hast du bei Android mehr Freiheiten. So legst du die Apps / Widgets innerhalb des Rasters an einer beliebigen Stelle ab und kannst auch Lücken zwischen ihnen lassen (Abb. 01).
Ein Punkt für Android

Icons – Ordner – Beschriftung

Je nach Hersteller und Firmware-Version kannst du bei Android Ordnern unterschiedliche Hintergrund-Farben festlegen. Manche Hersteller bieten auch Themes an, mit denen sich zumindest das Design der Standard-App-Icons verändert. Darüber hinaus stehen verschiedene Fonts (Schriftarten) zur Verfügung und du kannst die Icon-Beschriftung deaktivieren.

In diesem Bereich der Smartphone Anpassung hast du bei iOS (fast) keine Möglichkeiten. Das Aussehen der Icons, Ordner und der Schriftart sind vorgegeben. Du kannst nur die Ordner neu benennen.
Ein Punkt für Android

Töne

Die voreingestellten Standardtöne sind mehr oder weniger schön. Vor allem haben sie jedoch den Nachteil, dass sich die Benachrichtigungen bei allen, die dasselbe Gerät nutzen, gleich anhören. Also ist es u. U. schwierig zu erkennen, ob sich dein Gerät oder das eines anderen meldet.

Deshalb gehört zur Smartphone Anpassung auch das Einstellen individueller Töne. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass du direkt das Klingeln deines Smartphones erkennst, um einiges (Abb. 02).

Die Auswahl an bereits ab Werk installierten Klingeltönen ist bei iOS größer als bei Android. Andererseits kannst du manche Benachrichtigungstöne gar nicht ändern. Da ist Android flexibler.
Je ein Punkt für Android + iOS

Mitteilungen

Neben den reinen Nachrichten-Diensten können auch einige andere Apps Mitteilungen senden. Ob du überhaupt Mitteilungen erhalten möchtest oder wann, wo und wie sie erscheinen sollen, entscheidest du in den Geräte- und / oder App-Einstellungen (Abb. 03).
Ein Punkt für iOS

Smartphone Anpassung

Zusammenfassung

Bei der Smartphone Anpassung gibt es die größten Unterschiede zwischen den beiden Systemen. Die Möglichkeiten sind mit und ohne Drittanbieter-Apps bei iOS wesentlich begrenzter als bei Android. Einzig die Auswahl an Klingel- / Benachrichtigungstönen ist größer und die Verwaltung von Mitteilungen ist zum Teil etwas besser gelöst.

Beim App-Drawer gehen die Meinungen auseinander. Einerseits gibt es auch Android-Geräte, die keinen haben, andererseits können selten benötigte Apps auch ohne App-Drawer in einem Ordner auf dem hintersten Bildschirm verschwinden, so dass sie nicht stören. Gar nicht verwendete Apps löschst du einfach.

Bei iOS ist es möglich, (fast) alle Apps zu löschen, was bei Android-Geräten je nach Hersteller nicht der Fall ist. Gerade sogenannte Hersteller-Apps kannst du, wenn überhaupt, oft nur deaktivieren.

Hinsichtlich der Anpassung liegt Android trotzdem knapp vorne.

Fazit

Abschließend lässt sich feststellen, dass beide Systeme ihre Vor- und Nachteile haben. Besonders bei Android kommt noch die Vielfalt an Herstellern und parallel existierenden Firmware-Versionen hinzu. Infolgedessen gibt es nicht nur Unterschiede zwischen Android und iOS, sondern auch zwischen einzelnen Android-Geräten.

Die erste Inbetriebnahme geht bei iOS wesentlich schneller, vor allem wenn du zuvor bereits Geräte von Apple genutzt hast. Synchronisierung und Wiederherstellung funktionieren immer noch besser als bei Google, auch wenn sich dort einiges tut.

Bei den Grundeinstellungen unterscheiden sich die Systeme / Geräte kaum voneinander. Bisher wurden die limitierten Möglichkeiten zur Wahrung der Privatsphäre bei Android-Geräten häufig bemängelt. Doch ist zumindest bei der neuesten Android-Version nachgebessert worden.

Welches System ist nun das bessere? Ausgehend von der Inbetriebnahme, den Grundeinstellungen und der Anpassung hat iOS mit 9 zu 7 Punkten gewonnen.

Jedoch gibt es noch viele weitere Faktoren, die bei der Wahl des Smartphones eine Rolle spielen. Wer Wert auf die Möglichkeit einer fast grenzenlosen Umgestaltung seines Geräts legt und Angebote in jeder Preisklasse haben möchte, bevorzugt sicher Android. Diejenigen aber, die ein zuverlässiges, unkompliziertes und out-of-the-box nutzbares Gerät suchen, sind mit iOS besser bedient.

Letzten Endes ist und bleibt es wohl Geschmacksache, welches Gerät / System dir gefällt – und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

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