iPhone X | Erste Erfahrungen mit dem Jubiläumsmodell

√ Eineinhalb Monate nach der Vorbestellung ist das iPhone X am Wochenende endlich auf meinem Schreibtisch gelandet. Nachdem ich ein paar Tage damit herumgespielt habe, kann ich nun endlich meine ersten Eindrücke von dem hoch gelobten Gerät schildern.

iPhone X

iPhone X – Verpackung

Die Verpackung ist Apple-typisch wie bei den Vorgängermodelle auch. Jedoch fiel mir ein Detail sofort positiv auf. An der Folie, die die Schachtel schützt, befindet sich eine Lasche, mit deren Hilfe sich die Umhüllung leicht entfernen lässt. Kein Gefummel oder Anritzen, u. U. einhergehend mit einer Beschädigung der Schachtel. Dies mag dir unwichtig erscheinen. Aber mir zeigte es ein Mal mehr, dass bei Apple selbst solche relativ nebensächliche Details gut durchdacht sind.

Zum Lieferumfang gehören neben dem iPhone X Lightning auf USB Kabel plus USB Power Ladegerät, Kopfhörer (Kabel mit Lightning-Anschluss) sowie ein Lightning auf 3,5 mm Kopfhöreranschluss- Adapter. Außerdem eine kurze Einführung in die neuen Wischfunktionen (Fotos mit Text), die üblichen, leider immer noch schlecht lesbaren, allgemeinen Hinweise und der Stift zum Öffnen des SIM-Karten-Schachts.

Inbetriebnahme mit Hindernissen

Da der Akku noch ca. zu 70% geladen war, konnte es also sofort losgehen – dachte ich mir so. Als erstes Hindernis entpuppte sich das Einlegen der SIM-Karte. Der Schacht ließ sich nur mit einigem Kraftaufwand öffnen. Und bei einem so edlen Gerät wäre es sehr ärgerlich, wenn dadurch schon die ersten Beschädigungen entstünden. Nach mehreren vorsichtigen Versuchen gelang es mir dann doch noch ohne Kratzer. Anschließend versah ich das iPhone X erstmal mit einer Hülle – sicher ist sicher.

Entsperren der SIM-Karte mit VoiceOver

Zunächst begrüßte mich das iPhone X wie üblich und ich stellte Land und Sprache ein. Doch dann kam die nächste Herausforderung: Aus irgendeinem Grund schaltete sich VoiceOver ein und meinte, mir beim Entsperren der SIM-Karte behilflich sein zu müssen. Abgesehen vom penetranten Wiederholen der gleichen Sätze, war die Anweisung auch noch irreführend.

Erstens bestätigte die Stimme jede Ziffer der PIN mittels Buchstaben, z. B. anstelle von 6 M N O. Zweitens lautete die Anweisung nach der Eingabe der ersten Ziffer Button – hmmm – was natürlich nicht funktionierte, sondern mich immer wieder zurück zum leeren Eingabefeld brachte. Nach etlichen Versuchen habe ich nach der ersten Ziffer genervt zwei Mal in das Eingabefeld getippt und – siehe da – es ging weiter. Offensichtlich funktioniert weiter per On/Off-Button, aber die Aufforderung zur Bestätigung der Eingabe müsste Double-Tap und nicht Button heißen. (Da mein iPhone X Englisch spricht, weiß ich nicht, ob dieses Problem auch bei Deutsch sprechenden Geräten auftritt.)

Face-ID

Nachdem ich nun endlich auf dem Haupt-Bildschirm angekommen war und VoiceOver ausgeschaltet hatte, verliefen alle weiteren Einstellungen wie z. B. die für die Face-ID problemlos. Das Entsperren geht schnell, selbst aus einem schrägem Blickwinkel und bisher musste ich nur ein Mal, während des Ladevorgangs, den Entsperr-Code eingeben.

Akku

Immer wieder wird der Akku von Smartphones kritisiert. So auch beim iPhone X. Da ich das Gerät erst seit wenigen Tagen besitze, kann ich natürlich noch nichts zum Langzeit-Verhalten sagen. Aber aktuell sind seit dem letzten Laden auf 100 % ca. 51 Stunden vergangen und mir stehen immer noch 33 % zur Verfügung.

Während dieser Zeit habe ich die wichtigsten Funktionen angepasst, ca. 30 Apps installiert und eingerichtet, im Internet gesurft, Musik gehört, fotografiert und mich jeden Morgen wecken lassen. Darüber hinaus aktualisieren / synchronisieren mehrere Apps permanent im Hintergrund. Dementsprechend bin ich mit der Laufzeit bisher sehr zufrieden.

Kamera

Verglichen mit meinem iPhone 7, das bekanntlich auch schon eine sehr gute Kamera hatte, ist diese beim iPhone X noch einen Tick besser geworden. Die Fotos (bei Tageslicht) sind noch schärfer und du musst das Bild am iMac schon extrem zoomen, bis eine leichte Verpixelung erkennbar ist. Ich werde die Kamera weiter bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Einstellungen testen und in einem späteren Artikel darauf zurück kommen.

Multitasking

Bezüglich der Änderungen beim Multitasking bin ich nicht uneingeschränkt begeistert. Das Öffnen durch Wischen in die Bildschirmmitte und kurzem Druck ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. Hingegen klappt der Wechsel zwischen den Anwendungen gut.

Ein zweiter kleiner Kritikpunkt ist, dass du Anwendungen nicht mehr durch Nach-Oben-Wischen beenden kannst. Dazu musst du zunächst im Multitasking-Bereich fest auf ein Anwendungsfenster drücken bis ein kleines rotes x links oben erscheint. Anschließend klickst du darauf und beendest so die App. Andererseits ist es bei den Hochleistungs-Smartphones nicht mehr notwendig, Apps manuell zu beenden. Trotzdem tue ich es ab und zu bei einzelnen sensiblen Anwendungen.

Gestensteuerung

Zuletzt zum vielleicht wichtigsten Punkt, der Bedienung ohne Home Button. Grundsätzlich ist das iPhone X unheimlich schnell und reagiert sehr flüssig. Die Wischgesten unterstützen diese schnelle Reaktionsfähigkeit noch.

Mit dem Entsperren und Schließen von Apps mittels Wischen nach oben habe ich mich direkt angefreundet. Das Wischen auf dem Sperrbildschirm nach rechts zu den Widgets ist ebenso flüssig, nach links zur Kamera bedarf es manchmal mehrerer Versuche und an den Druck auf das Kamera-Icon in der unteren Ecke muss ich mich noch ein bisschen gewöhnen. 3D Touch hingegen funktionierte sofort einwandfrei.

Fazit

Alles in allem betrachtet bin ich sehr beeindruckt von der flüssigen Bedienung und intuitiven Handhabung des iPhone X. Es liegt gut in der Hand und der Umgang mit dem Gerät macht einfach Spaß. Den Home Button habe ich noch keine Sekunde vermisst. Was die wenigen kleinen Kritikpunkte betrifft, ist das wirklich Jammern auf allerhöchstem Niveau.

In den nächsten Wochen werde ich das Gerät weiter ausgiebig testen, um in einem weiteren Artikel detaillierter auf einzelne Funktionen eingehen zu können.

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