Juli 2017

Aktuelle Nachrichten | News im Juli 2017

Alle Nachrichten des Tages im Juli 2017, die auf meiner Landing-Page zu lesen waren, kannst du hier noch einmal nachlesen. Du findest Mitteilungen mit kurzen Erläuterungen über Neuigkeiten aus folgenden Themenbereichen: Mobilfunk, Internet, Apple, Windows, mobile Geräte, soziale Netzwerke.

Juli 2017 – News of the Day

Nachrichten vom 24. – 31. Juli

17-07-29 | Rangliste der Musik-Streaming-Dienste

Der Musik-Streaming-Markt ist in Bewegung geraten. Zwar liegen Spotify und Apple Music immer noch vorne, aber Amazon Prime Music hat gewaltig aufgeholt. Dies ist wahrscheinlich nicht zuletzt auch Alexa zu verdanken.

Im Juni 2017 verteidigte Spotify mit 53 Millionen zahlenden Nutzern und einem Marktanteil von 40% den ersten Platz. Während der Abstand zu Apple Music mit einem Anteil von 19% bei 28,2 Millionen Nutzern immer noch deutlich ist, rückt Amazon immer näher. So hat Amazon Prime Music inzwischen 16 Millionen Abonnenten und einen Marktanteil von 12%. Die restlichen 29% teilen die übrigen Anbieter unter sich auf.

Quelle: Music Industry Blog – Zum Weiterlesen: Musik-Streaming-Dienste


17-07-25 | Gebühren für SMS-TAN?

Zunehmend mehr Bank-Kunden nutzen heute das Online-Banking-Angebot und benötigen zur Abwicklung ihrer Geldgeschäfte eine TAN (TransAktionsNummer). Es gibt unterschiedliche Verfahren an diese TAN zu kommen:

  • Chip-TAN: Mit Hilfe eines TAN-Generators generierst du bei Bedarf eine neue TAN selbst.
  • Push-TAN: Nach dem Herunterladen einer push-TAN-App, forderst du von deiner Bank die Zugangsdaten an, logst dich mit deinem Passwort ein und erhältst die TAN zukünftig in der App.
  • SMS-TAN: DU hinterlegst bei deiner Bank deine Mobilfunk-Nummer. Bei jedem Bankgeschäft forderst du nun mittels eines Buttons am Ende des Online-Banking-Formulars die TAN an. Anschließend erhältst du deine TAN per SMS.

Nicht jede Bank bietet alle Methoden an. Die TAN ist in jedem Fall nur eine kurze Zeit gültig. Ist diese abgelaufen, musst du eine neue TAN anfordern. Neben der kaum noch verwendeten TAN-Liste (von der Bank per Post zugesandt), dürften die Tage der SMS-TAN wohl auch gezählt sein. Die Schwachstelle bei dieser Methode sind die Mobilfunkanbieter. So haben Hacker schon mehrfach Konten leergeräumt.

Da die meisten Banken Kontoführungsgebühren berechnen, sind viele der Meinung, dass darin auch die Kosten für SMS-TANs enthalten sind. Seit einiger Zeit erhebt eine deutsche Bank jedoch Gebühren von 0,10 € pro SMS-TAN, unabhängig davon, ob die TAN tatsächlich auch verwendet wurde. Dagegen klagte die Verbraucherzentrale.  Das OLG Frankfurt gab zunächst der Bank Recht.
Heute hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Banken solche Gebühren berechnen dürfen, aber nur für tatsächlich verwendete TANs. Das heißt, solltest du eine TAN anfordern, aber aus irgendwelchen Gründen nicht verwenden, darf die Bank auch keine Gebühr verlangen.

Es ist zu befürchten, dass sich in Zukunft viele andere Banken dem Gebühren-Modell anschließen werden. Also bleibt wohl nur noch die Gebühren zu bezahlen oder sich einen TAN-Generator zuzulegen (der einfachste kostet bei der Sparkasse ca. 10,50 €).


17-07-24 | Ferienzeit – Roaming-Zeit

Nachdem in fast allen deutschen Bundesländern die Sommerferien begonnen haben oder in den nächsten Tagen beginnen werden, erreicht auch die Reisewelle ihren Höhepunkt. Nach Einführung des EU-Roamings wähnen sich viele Nutzer mobiler Geräte sicher vor Kostenfallen. Je nach Mobilfunk-Anbieter und Art des Vertrags wurde die neue Regelung aber unterschiedlich umgesetzt.

Deshalb ist es ratsam, sich vor Urlaubsantritt mit seinem Anbieter in Verbindung zu setzen, ob und mit welchen Einschränkungen das Roaming im Einzelfall gilt. Besondere Regelungen gelten bei vielen Pre-Paid-und Billig-Daten-Tarifen. Hierbei gelten meist Obergrenzen, die jedoch nicht einheitlich sind.

Zu beachten ist außerdem, dass EU nicht gleich Europa ist. Einerseits gilt das EU-Roaming in den Nicht-EU-Ländern:

Island, Norwegen, Liechtenstein sowie Großbritannien (bis zum endgültigen Brexit)

Andererseits gilt es aber nicht in folgenden europäischen Ländern:

› Isle of Man und Kanal-Inseln (obwohl britisch), Monaco, Andorra, San Marino und der Schweiz (ausgenommen bei einigen Telekom-Verträgen),

› Oblast-Kalinigrad (ehemaliges Ost-Preußen), Russland, Weißrussland, Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Mazedonien, Albanien und der Türkei (auch im europäischen Teil nicht).

Besondere Vorsicht ist in den Grenzregionen geboten, z. B. Österreich-Schweiz!-Italien, da sich dein Gerät automatisch in das schweizerische Netz einloggt, ohne dass du es bemerkst.

Problematisch kann auch die Nutzung mobiler Geräte auf Schiffen und in Flugzeugen sein. Hier kannst du entweder per WLAN oder via Satellit surfen. Letzteres ist sehr teuer und natürlich nicht vom Roaming abgedeckt. Auch die Datenkosten-Sperre (Abschalten der Internet-Verbindung nachdem die Kosten 59,90 € übersteigen) greift in diesem Fall nicht. Sicherheitshalber solltest du vorher bei der Reederei oder Fluggesellschaft nachfragen.


Nachrichten vom 17. – 23. Juli

17-07-21 | Mobilcom-Debitel und unrechtmäßige Gewinne

Die AGBs der Verträge Vario 50 und Vario 50 SMS T-Mobile von Mobilcom-Debitel enthielten eine Nichtnutzungs-Klausel. Die Verträge kosteten 14,95 monatlich inklusive Smartphone. Zwischen dem 1. Juni 2011 und dem 31. Juli 2012 mussten Kunden, die ihren Vertrag über drei Monate nicht nutzten, 4,95 € Strafgebühr bezahlen. Im Mai 2014 wurde einer Unterlassungsklage gegen das Unternehmen stattgegeben.

Mobilcom-Debitel hatte aufgrund dieser unzulässigen Klausel Gewinne in Höhe von ca. 420.000 € erzielt. Ende Mai 2017 wurde das Unternehmen dazu aufgefordert, die zu Unrecht erzielten Gewinne plus die seit Mai 2014 angefallen Zinsen an den Staat zurückzuzahlen (Urteil / Kopie der Verbraucherzentrale). Gegen dieses Urteil hat Mobilcom-Debitel Berufung eingelegt.
Begründung: Damals habe es sich um ein Bundle-Angebot mit einem stark subventionierten, hochwertigen Handy, kombiniert mit einem Tarif, der für damalige Verhältnisse eine niedrige monatliche Grundgebühr hatte gehandelt. Diese Gebühr sollte verhindern, dass Verbraucher den Vertrag nur abschließen, um das Handy günstig zu bekommen, den Tarif dann aber nicht nutzen. (Zitat bei Golem.de)

Natürlich weiss ich nicht, wie das Verfahren ausgehen wird. Jedoch zeigt dies wieder, dass Billig-Angebote häufig irgendwo einen Haken haben. Deshalb solltest du gerade bei Mobilfunkverträgen die AGBs wirklich lesen, denn zu verschenken haben Mobilfunk-Anbieter nichts. Auf irgendeinem Wege kommen sie auf ihre Kosten, auch wenn es, wie in diesem Fall, nicht ganz legal ist.


17-07-18 | Bahn: WIFIonICE

2016 hat die DB freies WLAN in einigen ihrer ICEs eingeführt. Die Begeisterung war bei den meisten Kunden groß. Leider stellte sich schon kurze Zeit später heraus, dass Dritte über dieses kostenlose Funk-Netz Daten der Nutzer auslesen können. Neben dem Standort auch die MAC-Adresse des verwendeten Geräts sowie das Transfervolumen.
Daraufhin sicherte die DB zu, diese Sicherheitslücke zeitnah zu stopfen, was wohl im Oktober 2016 auch geschah. Dennoch rieten IT-Experten dazu, das WLAN zu meiden oder zumindest eine Firewall-Regel, die TCP-Verbindungen zur Adresse 172.16.0.1 verbietet, zu nutzen. Aber wer tut das schon …?

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die geschlossene Lücke von Angreifern weiterhin genutzt werden kann. Die DB sieht offensichtlich das Problem nicht als gravierend an, da es außer auf Bewegungsdaten keinen Zugriff auf andere persönlichen Daten gab. Dennoch wolle die DB die Lücke schnellstmöglich schließen und ihr Netzwerk auf weitere Schwachstellen überprüfen.

Nicht nur in diesem Fall zeigt sich, dass das Nutzen öffentlicher / freier WLAN-Netze immer mit Risiken verbunden ist. Solltest ein solches Netz unbedingt nutzen müssen, so verwende es nie für Anwendungen mit äußerst sensiblen Daten wie Banking, PayPal etc.


17-07-17 | WhatsApp unterstützt mehr Datei-Formate

Nachdem einige andere Messenger wie Telegram schon lange das Versenden aller Datei-Formate eingeführt haben, hat WhatsApp jetzt nachgerüstet. Bisher konntest du nur Fotos und Videos versenden. Diese wurden außerdem stark komprimiert. Endlich kannst du Word- und Powerpoint-Dokumente, PDFs, txt- sowie komprimierte Dateien (zip) mit deinen Kontakten austauschen. Schickst du Fotos als Datei, leidet auch die Qualität nicht mehr. Bei Videos gibt es aber nach wie vor Beschränkungen.

Darüber hinaus ist die Dokumentengröße auf 100 MB begrenzt, zumindest bei Android-Geräten. Für iOS soll die Obergranze angeblich bei 128 MB liegen, bei der Desktop-Version bei nur 64 MB. Am besten ausprobieren, was geht und was nicht.


Nachrichten vom 10. – 16. Juli

17-07-13 | Facebook: Werbung im Messenger

Nachdem es lange ein Gerücht war, hat Facebook nun damit begonnen weltweit in seinem Messenger Werbung einzublenden. Hierbei handelt es sich nicht nur um kleine schmale Banner, sondern auf Smartphones nehmen diese Sponsored Ads fast den gesamten Bildschirm ein. Ein Beispiel zeigt Facebook in seinem Blog. Dort wird auch erklärt, wie du Messenger Ads erstellst und was du sonst noch wissen solltest.

Was ist aber, wenn du den Messenger wirklich nur als Kommunikationsmittel nutzen möchtest und nicht an Werbung interessiert bist – welche du bei Facebook sowieso schon zu genüge gezeigt bekommst? Dann kannst du sie vorübergehend ausblenden. Soll heißen, eigentlich kannst du ihr nicht entgehen. Bisher ist offensichtlich kein Bezahlmodell wie bei anderen Apps vorgesehen, bei dem du in Kaufversion von Werbung verschont bleibst.

Natürlich könnten die Nutzer Abschied vom Facebook Messenger nehmen – Alternativen gibt es. Es ist aber zu befürchten, dass nur wenige darauf verzichten werden. Denn obwohl der Messenger schon immer umstritten war, hat er inzwischen 1.2 Milliarden Nutzer. Also warum sollte Facebook nicht seine marktbeherrschende Stellung ausnutzen. Vor allem wenn viele meckern, aber nur wenige Konsequenzen aus ihrer Unzufriedenheit ziehen.

Bleibt noch die spannende Frage: Wann gibt es Werbung bei WhatsApp? Facebook sagt, es sei nicht geplant. Aber wie zuverlässig solche Aussagen sind, hat sich ja schon mehrfach im Verlauf der Facebook-WhatsApp-Beziehung gezeigt.


17-07-12 | Großflächiger Netzausfall in Deutschland

Im gesamten westlichen Teil Deutschlands sind heute morgen ab ca. 7:00 Uhr (manche etwas später) Internet, Telefon und TV ausgefallen. Dies betrifft/betraf u. a. Unitymedia, Vodafone, O2, Telekom, E-Mail-Dienste etc. Seit 11:30 Uhr scheinen die meisten wieder zu funktionieren.

Über die Ursache sind bisher keine Informationen erhältlich. Aber es ist schon merkwürdig, dass alle fast zum gleichen Zeitpunkt ausfallen oder zumindest gravierende Probleme haben. Sollte ich Neues wissen, werde ich diese Meldung ergänzen.


17-07-11 | Telekom und O2: WLAN-Anrufe

Jetzt beginnt die Hauptreisezeit. Das EU-Roaming kam gerade noch rechtzeitig. Also keine Angst mehr vor hohen Mobilfunk-Rechnungen nach dem Urlaub? Sofern du dich an die Regeln deines Mobilfunk-Anbieters hältst, sollte eigentlich nichts Unvorhergesehenes passieren, wenn es da nicht … WLAN-Anrufe gäbe.

Hiermit sind nicht Telefonate über Messenger wie Telegram oder WhatsApp gemeint! Auch ohne diese Dienste hat dein Handy eine Funktion WLAN-Anrufe / WiFi Calling. Was bedeutet das? Voraussetzung ist, dass du in einem WLAN-Netz eingeloggt bist. Möchtest du telefonieren, hast aber nur sehr schwachen / keinen Mobilfunk-Empfang, nutzt dein Gerät automatisch und unbemerkt das WLAN-Netz. Innerhalb Deutschlands ist das kein Problem.

Passiert das aber im Ausland (egal ob EU oder nicht), registrieren Telekom und O2 dies in jedem Fall als Auslandsgespräch und berechnen dementsprechend höhere Gebühren. Vodafone-Kunden sind davon wohl nicht betroffen, da die Funktion bei ihnen nur innerhalb Deutschlands aktiv ist.

Was tun? Kontrolliere, ob WLAN-Anrufe / WiFi Calling eingeschaltet ist und deaktiviere es, zumindest während du dich außerhalb Deutschlands aufhältst:

Einstellungen › Telefon ›› WLAN-Anrufe ››› ausschalten. Dies gilt für iOS-Geräte, dürfte aber bei Android ähnlich sein.


Nachrichten vom 01. – 09. Juli

17-07-08 | O2: Kostenloses EU-Roaming

Entgegen der Ankündigung erfolgt für O2-Kunden die Umstellung auf das kostenlose EU-Roaming doch nicht in allen Fällen automatisch. Kunden, in deren Vertrag noch kein Roaming-Paket enthalten ist, dürften keine Probleme haben. Sie kommen automatisch in den Genuss des kostenlosen Roamings. Aber bei Kunden, die bereits vor dem 15.06.2017 ein Roaming-Paket gebucht hatten, ist dies offensichtlich nicht so. Sie müssen per SMS an ihren Anbieter die Umstellung anfordern und eine Bestätigungs-SMS abwarten. Weitere Informationen bei O2.

Sofern du planst, deinen verdienten Urlaub im EU-Ausland zu genießen, solltest du dich vorher auf jedem Fall mit O2 in Verbindung setzen, um hinterher nicht von zusätzlichen Kosten überrascht zu werden.

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17-07-07 | Fritzbox: Lücke in der Firmware

AVM-Router (Fritzbox) weisen eine Lücke in den FritzOS-Versionen 6.8.3 und 6.8.5 auf. Diese betrifft Geräte, bei denen die IPv6-Verbindung aktiv ist. IPv6 ermöglich mehr Kombinationen für das Erstellen von IP-Adressen. Nachteilig kann dabei jedoch sein, dass bei diesem Standard im Gegensatz zum alten IPv4 jedem Gerät eine eigene IP-Adresse zugeordnet ist. Und da liegt die momentane Schwachstelle.
Sollte ein Nutzer eine Webseite mit bösartigem Java-Script öffnen, könnten Hacker z. B. Hostnamen, lokale IP- sowie die MAC-Adressen der mit deiner Fritzbox verbundenen Geräte auslesen.

AVM schreibt dazu: „Bei Geräten mit aktivierter IPv6-Verbindung ist es unter sehr unwahrscheinlichen Umständen bei längerem Besuch einer böswilligen Webseite möglich, dass Informationen von Heimnetz-Geräten (nur Gerätebezeichnung, Mac- und IP-Adresse) sichtbar sind. Ein Zugriff ist nicht möglich. Das Risiko ist gering (CVSS v3: 3,1, low). Der Punkt wird in kommenden Versionen gelöst.“

Es ist ungewiss, wann AVM das Update ausliefert. Solltest du beunruhigt sein, wäre eine Sofortmaßnahme, IPv6 zu deaktivieren (nicht bei allen Internet-Anbietern möglich):
Auf deiner Fritzbox-Seite einloggen › Internet ›› Zugangsdaten ››› am unteren Rand Ansicht Standard anklicken ›››› Tab IPv6. Sofern oben in diesem Fenster unter IPv6-Unterstützung der Haken bei IPv6-Unterstützung aktiv gesetzt ist, entfernst du ihn ››››› Übernehmen.


17-07-06 | Ausgespähte E-Mail-Adressen

Im Internet hat das Bundeskriminalamt ca. 500 Millionen Zugangsdaten gefunden. Hacker hatten die E-Mail-Adressen mit zugehörigem Passwort wohl über Jahre gesammelt. Die letzten Daten stammen wahrscheinlich aus dem Jahr 2016.

Auf der Webseite des Hasso-Plattner-Instituts Identitiy Leak Checker kannst du deine E-Mail-Adressen überprüfen lassen. Nachdem du deine E-Mail-Adresse eingeben hast, bekommst du nach wenigen Minuten eine E-Mail mit einem hoffentlich negativen Ergebnis.

Das BKA rät, deine Passwörter zu ändern, insbesondere wenn deine Adresse auf der Liste steht. Vergiss auch nicht die Anwendungen, bei denen du mit denselben Zugangsdaten angemeldet bist.

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17-07-06 | WhatsApp Fake-Gutscheine

Wie in der Vergangenheit schon häufig geschehen, kursieren auf WhatsApp mal wieder Fake-Messages, die dich auffordern einen Link anzuklicken oder einen Anhang zu öffnen. Diesmal wird der Anschein erweckt, das Angebot ginge von MacDonalds aus.

Dementsprechend könntest du als WhatsApp-Nutzer eine Nachricht mit folgendem Inhalt erhalten / haben:
„Hi, McDonalds verlost 200€ Gutscheine. Ich habe gerade meinen Gutschein bekommen. Fordere einen Gutschein, so lange es sie gibt, hier an: http://www.atgutscheine.com/mcdonalds Du kannst dich später bei mir bedanken.“

Hierbei handelt es sich nicht um echte Gutscheine, sondern um eine Ketten-Nachricht, vergleichbar mit Kettenbriefen. Nach dem Anklicken des Links gelangst du auf eine Seite, deren Betreiber ausschließlich an deinen Daten interessiert sind. Den versprochenen Gutschein wirst du definitiv nicht erhalten.

Das stellt auch MacDonalds in einem Facebook-Eintrag klar. Wie bei ähnlichen Fake-Nachrichten gilt:

Nicht den Link anklicken, auch eventuelle Anhänge nicht öffnen und die Nachricht auf keinen Fall weiterleiten. Also am besten sofort löschen!


17-07-05 | Instagram räumt auf

Instagram (und das dahinter stehende Facebook) hat begonnen verstärkt gegen Fake-Influencers und Bilder mit Spam-Hashtags vorzugehen. Viele haben der Ehrgeiz Social-Influencer zu werden, also als ein Instagram-Konto mit Einfluss zu haben. Da der Einfluss sich u. a. über die Zahl der Follower definiert, streben sie an, möglichst schnell viele Follower zu bekommen.

Wer ein Instagram-Konto hat, wird sicher auch schon Werbebotschaften erhalten haben, in denen angeboten wird, für wenig Geld viele Follower zu vermitteln. Der Haken dabei ist nur, dass es sich dabei nicht um Personen handelt, denen deine Posts tatsächlich gefallen. Die Likes und Kommentare werden wahllos verteilt und haben keinen direkten Bezug zum Bild / Produkt. Eine echte Kommunikation wird nie stattfinden.
Infolgedessen gaukeln solche Konten eine ‚Wichtigkeit‘ vor, die sie tatsächlich gar nicht haben. Dies schadet auch den seriösen Konten, die ihre Produkte oder Inhalte vorstellen, um echte Kunden / Interessenten zu gewinnen bzw. die wirklich Einfluss nehmen könnten.

Woran erkennst du diese Fake-Influencer? Normalerweise steigert sich die Zahl der Follower langsam, über einen längeren Zeitraum und es gibt Interaktionen (jemand folgt dir, du siehst dir dessen Profil an, es gefällt dir, du folgst ihm/ihr). Ist aber ein Konto relativ neu und steigt die Zahl der Follower innerhalb kürzester Zeit rasant an (oft ohne jegliche Interaktionen), ist das sehr verdächtig.

Um dem Problem entgegen zu wirken, hat Instagram bereits Konten wie Instagress, Peer Boost und InstaPlus geschlossen. Darüberhinaus werden Bilder mit vielen nichtssagenden Hashtags nicht mehr unter Explore angezeigt.

Sofern du echte Follower bekommen möchtest und gefunden werden willst, poste interessante Bilder, orientiere deine Hashtags an deren Inhalt, verbreite keine Spam-Kommentare und hab Geduld. Auch im richtigen Leben entstehen Freundschaften nicht über Nacht.


17-07-03 | WLAN-Hotspots via Facebook

Sollte dein Mobilnetz schwächeln, hast du seit Juli 2017 die Möglichkeit, via Facebook einen WLAN-Hotspot in deiner Nähe zu suchen. Und das weltweit. Hierzu öffnest du deine Facebook-App, klickst auf Mehr und auf WLAN finden. Anschließend öffnet sich eine Liste bzw. Karte, auf der vorhandene Hotspots verzeichnet sind. Tippst du einen Hotspot an, siehst du eine Information zum entsprechenden Anbieter.
Zum Info-Video

Um dich dort einzuloggen, musst du eine Verbindung zu diesem Netzwerk herstellen. Dazu gehst du auf deinen Browser und meldest dich auf dem automatisch geöffneten Facebook-WLAN-Fenster an bzw. gibst das, vom Geschäft zur Verfügung gestellte, Passwort ein. Solltest du das Geschäft oder Lokal öfter besuchen, kannst du eine automatische Weiterleitung bei jedem Besuch einstellen. Aber auch danach musst du jedesmal über deinen Browser gehen, um das WLAN zu verwenden.

Klingt recht einfach und praktisch. Aber nichts ist perfekt. So will Facebook auch bei geschlossener App ständig Zugriff auf deine Standortdaten erhalten. Außerdem zeigt Facebook natürlich nur die Hotspots an, deren Anbieter (Geschäfte, Restaurants …) diese auf ihrer Facebook-Seite auch angegeben haben.

Wie du einen WLAN-Hotspot für dein Geschäft oder Lokal einrichtest, erfährst du direkt bei Facebook.

Jedoch bergen solche offenen WLAN-Netze immer Risiken – einerseits für den Anbieter, ganz besonders aber auch für den Nutzer. Also ist es sinnvoll, sich jedesmal zu überlegen, ob du dem Anbieter vertraust oder ob du wirklich auf ein offenes WLAN-Netz angewiesen bist.

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