Juli 2018 – Nachrichten | Internet und Mobiles im Klartext

Ausgewählte Nachrichten vom Juli 2018 mit kurzen Erläuterungen und / oder einem Kommentar aus den Themenbereichen von ebblogs.

Juli 2018 – Neuigkeiten

Kurznachrichten zu folgenden Themen

SICHERHEIT PHISHING
Erpresser-E-Mails – 16.07. Phishing-Mails! – 2.-6.7.
Phishing-Mails! – 9.-14.7.
APPLE MICROSOFT (Windows)
iOS 11.4.1 – 10.07.
GOOGLE (Android) SOZIALE NETZWERKE
Twitter gegen Fake-Accounts – 08.07.
Facebooks Datensammelwut – 09.07.
WA: Sicheres Teilen – Backup-Panne – 11.07.
MOBILFUNK SONSTIGES
Anrufe: Vodafone / Telekom – 02.07.
Tarife: ALDI Talk / LIDL – 03.07.
Klage gegen Vodafone – 04.07.
Mobilfunkgipfel – 13.07.
Upload-Filter kommt … noch nicht – 05.07.
Bundesnetzagentur für faires Umfeld – 06.07.
Spotify für Android – 12.07.

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16. Juli 2018

Neue Variante von Erpressungs-E-Mails

Normalerweise zeichnen sich gefälschte E-Mails wie z. B. Phishing-E-Mails dadurch aus, dass sie unpersönlich sind. Die Anredeform und der Inhalt sind allgemein gehalten. In letzter Zeit haben sich vermehrt Betroffene bei der Polizei Niedersachsen gemeldet, in deren Inbox eine neue Variante von Erpresser-E-Mails gelandet ist.

Diese E-Mails sprechen die Empfänger mit deren tatsächlichen Namen an. Außerdem nennen einige zusätzlich das Passwort des Empfängers. Die deutsch- oder englischsprachigen E-Mails informieren die Empfänger darüber, dass diese Pornoseiten besucht hätten. Dabei seien sie sogar gefilmt worden. Um zu vermeiden, dass die Absender diese Filme veröffentlichen, sollen sie einen bestimmten Betrag in Bitcoins zahlen.

Wie das Nachrichten-Portal Heise meldet, sind die Täter wahrscheinlich durch frühere Hacks an die persönlichen Daten gekommen.

Natürlich solltest du, wie bei normalem Phishing nicht auf die E-Mails reagieren und auf keinen Fall zahlen. Sofern das genannte Passwort noch für einen Dienst verwendet wird, solltest du es bei diesem Dienst umgehend ändern. Darüber hinaus rät die Polizei offiziell Anzeige zu erstatten oder sie zumindest darüber in Kenntnis zu setzen. Eine Anleitung zu diesem Verfahren findest du hier.

Quelle: Polizei Niedersachsen

Informationen zu Phishing

14. Juli 2018

Phishing-E-Mails vom 9. bis 14. Juli 2018

Diese Woche kursieren E-Mails, die vorgeben von folgenden Absendern zu kommen. Besonders unsinnige Begründungen sowie auffällige Formulierungen sind hervorgehoben. Seit …

9. Juli: Barclaycard

Sehr geehrter Barclay Kunde,
Wir haben ein Problem mit Ihrem Konto festgestellt und mussten zu Ihrer Sicherheit handeln. Deswegen wurde Ihr Konto vorläufig für sämtliche Transaktionen deaktiviert. Sie können mithilfe einer Verifizierung Ihr Konto vollständig von allen Einschränkungen befreien.

Durchführen

Die Einschränkungen werden sofort nach Verifizierung vollständig und automatisch entfernt.

10. Juli: Volksbank

Ihre Daten wurden erfolgreich automatisch von unserem System gesichert.

Es ist nur noch ein letzter manueller Schritt Ihrerseits notwendig. Ihre Daten bedarf einer letzten Bestätigung, damit es vollständig geschützt und von uns gesichert werden kann.

Daten bestätigen

11. Juli: PayPal

Auf Grundlage des neuen Geldwäschegesetzes sind alle Finanzinstitute dazu verpflichtet, in regelmäßigen Abständen, die Identität Ihrer Kunden zu überprüfen. Diese Maßnahme ist notwendig, um noch schärfer gegen Korruption, Terrorfinanzierung und den internationalen Drogenhandel vorzugehen. Bitte achten Sie während der Überprüfung auf die korrekte Eingabe ihrer persönlichen Daten, bei zuwiederhandlung ist eine Sperrung Ihres Kontos unumgänglich.

1 Es ist empfehlenswert, wenn Sie sich in einer ruhigen Umgebung befinden.
2 Um den Prozess abzuschließen ist es unabdingbar, dass Sie auf den blauen Button gehen um den Vorgang abzuschließen.

Zur PayPal Seite

U- a. fallen in dieser E-Mail einige sprachliche Unzulänglichkeiten auf.

12.-13. Juli: Amazon.de

Wegen der am 25.06.2018 in Kraft tretenden EU-weiten Datenschutz Grundverordnung (EU-DSGVO)
Müssen wir aufgrund einer Veränderung in der Rechtsprechung, die Kundendaten verifizieren und Transaktionen rückwirkend kontrollieren.
Der 9. Artikel der EU-DSGVO verpflichtet jedes in der EU operierende Unternehmen dazu, die neu vorgeschriebenen Maßnahmen gegen internationale Geldwäsche und Terrorfinanzierung einzuhalten.
Klicken Sie auf den unten angezeigten Link und folgen Sie den Anweisungen.
Wird festgestellt, dass Sie falsche Informationen / falsche Zahlungsdaten eingeben oder diese Bestätigung ignorieren, wird Ihr Nutzerkonto vollständig gesperrt und Sie an unsere Sicherheitsabteilung gemeldet.

Konto wiederherstellen

Inhaltlich ist diese Mitteilung kompletter Unsinn. Noch nicht einmal das Datum stimmt.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

Abgesehen von den oben markierten Auffälligkeiten, die so oder ähnlich bei Phishing-E-Mails häufig vorkommen, benutzen die Urheber i. d. R. eine allgemein gehaltene Anredeform ohne Namensnennung. Neben manchmal sprachlich fragwürdigen Formulierungen haben die Texte oft einen drohenden Unterton. Außerdem weichen die Absende-E-Mail-Adressen natürlich ebenfalls von den tatsächlichen Unternehmens-Adressen ab. Deshalb solltest du immer zuerst einen kritischen Blick auf den Herkunfts-Link werfen.

13. Juli 2018

Beseitigung aller Funklöcher nach Mobilfunkgipfel?

Gestern fand ein Treffen des deutschen Infrastrukturministers Andreas Scheuer mit Vertretern von Telekom, Vodafone und Telefónica statt. Thema war u. a. die Tatsache, dass Deutschland im internationalen Vergleich hinsichtlich Netzabdeckung und Geschwindigkeit immer noch hinterherhinkt.

Nach wie vor gibt es (zu) viele weiße Flecken, d. h. Gebiete mit extrem schlechtem bzw. gar keinem Empfang. Bisher war das Ziel eine Netzabdeckung von 98 % zu erreichen. Wünschenswert seitens der Regierung waren 100 %. Die Vertreter der Mobilfunk-Unternehmen machten deutlich, dass dieses Ziel unrealistisch sei. Es würde die Kosten immens in die Höhe treiben und sei somit unwirtschaftlich. Hinzu kämen die anstehenden Ausgaben für die neuen 5G-Frequenzen.

Wie so häufig endete diese Konferenz mit einer Kompromisslösung. Das neue Ziel sei eine Netzabdeckung von 99 % bis 2020. Die Mobilfunk-Unternehmen sollen mehr Mobilfunkmasten auch in entlegeneren Gebieten bauen, so Scheuer.

… es werden etwa eine halbe Millionen Haushalte zusätzlich angeschlossen in den nächsten Jahren.

Als Ausgleich für die Mehrkosten will er den Netzanbietern bei der Versteigerung der 5G-Lizenzen im nächsten Jahr entgegenkommen.
Timotheus Höttges (Deutsche Telekom) stellte klar, dass es sich bei diesem Kompromiss nur um eine Absichtserklärung handele – mit einigen Unsicherheitsfaktoren. Beispielsweise hänge der Ausbau auch von der Einigung der Mobilfunk-Unternehmen mit der Bundesnetzagentur ab.

Also wiedermal viel heiße Luft – ob dann in den nächsten Jahren mehr passiert als bisher?
Quelle: Tagesschau.de

Weiterlesen Netzausbau – der aktuelle Stand

12. Juli 2018

Reihenfolge der Titel bei Spotify für Android ändern

Ab sofort ist es möglich, die Reihenfolge der Titel innerhalb einer Playlist auch in der Android-App zu ändern. Bisher war das nur in der iOS-Version möglich. Wenn du neue Titel zu einer Playlist hinzufügst, erscheinen diese automatisch am Ende der bisherigen Liste. Möchtest du eine eigene Sortierung der Titel festlegen, gehst du zu …

› einer Playlist
›› tippst auf die drei Punkte rechts oben
››› im Overflow-Menu klickst du auf Edit Playlist (Playlist bearbeiten)
›››› mit leichtem Druck auf die drei Linien rechts vom Titel
››››› diesen an die gewünschte Stelle verschieben
›››››› Speichern

In diesem Fenster kannst du auch den Namen der Playlist ändern.

Gerüchten zufolge soll demnächst eine alte Funktion von Spotify wieder aufleben: Cache löschen. Spotify legt von allen gestreiften Titeln ein Cache an. Der Vorteil ist, dass schon einmal gestreamte Titel bei erneutem Aufrufen schneller laden. Andererseits sammeln sich so auch einige Datenmengen an. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Zwischenspeicher von Zeit zu Zeit zu leeren.

Mehr zu Spotify

11. Juli 2018

Mehr Sicherheit beim Teilen und Backup-Panne bei WhatsApp
WhatsApp ist inzwischen bekannt dafür, dass immer wieder Nachrichten mit Phishing-Links kursieren. Diese werden leider auch durch Teilen weiterverbreitet. Seit dem 9. Juli zeigt dir WA an, welche Nachricht geteilt wurde. Außerdem kannst du erkennen, ob diese von einem Freund, Gruppenmitglied oder von anderen Nutzern verbreitet wurde.
WA schreibt in seinem Blog dazu:

Deine Sicherheit ist WhatsApp sehr wichtig. Wir möchten dich bitten, genau zu überlegen, ob du eine weitergeleitete Nachricht teilen möchtest. Denke bitte auch daran, dass du Spam melden und Kontakte ganz einfach blockieren kannst.

Um diese Funktion nutzen zu können, musst du die neueste Version des Messengers installiert haben.

Seit einigen Tagen haben zahlreiche Nutzer festgestellt, dass der Datenverbrauch durch WA extrem angestiegen ist. Ursache ist ein Fehler bei den Backups. Bisher wurden beim Anlegen eines neuen Backups alle Chat-Inhalte mit dem altem Backup abgeglichen. Anschließend fand nur eine Speicherung der neuen Nachrichten etc. statt.

Momentan sichert WA jedoch alle Inhalte unabhängig davon, ob sie bereits vorhanden sind und ob die Sicherung im WLAN- oder Mobilfunknetz erfolgt. Das führt dazu, dass der Prozess u. U. ein riesiges Datenvolumen (mehrere GB) verbraucht. Somit kann das gebuchte Datenvolumen innerhalb kürzester Zeit aufgebrucht bzw. sogar überschritten sein.

WA hat sich diesbezüglich nicht geäußert. Es ist auch nicht klar, ob nur Nutzer der Beta-Version, nur Android- oder auch iOS-Nutzer betroffen sind. Als Sofortmaßnahme bis der Fall geklärt ist, solltest du Auto Backups deaktivieren.

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10. Juli 2018

expand trigclass=“arrowleft greybar“ title=“Apple verteilt das Update 11.4.1 tag=“h5″]

Im Zuge der Verbesserung der Sicherheit von iPhones / iPads bringt dieses Update eine neue Einstellung mit. Schon zuvor hat Apple eine Funktion implementiert, die verhindert, dass Unbefugte über den Lightning-Anschluss Zugriff auf das Gerät erhalten. Wurde das Gerät 7 Tage lang nicht entsperrt, ist der Zugriff blockiert.

Bei iOS 11.4.1 greift diese Sperre bereits nach einer Stunde. So wird der Transfer von Daten über den Lightning-Anschluss nun nach einer Stunde automatisch abgebrochen. Da das eine längere Nutzung des Geräts z. B. im Auto (Musik oder Hörbuch) verhindern würde, gibt es einen neuen Schalter:

› Einstellungen
›› Touch-ID & Code bzw. Face-ID & Passwort
››› den Entsperr-Code deines Geräts eingeben
›››› heruntersollen bis Im Sperrzustand Zugriff erlauben
››››› USB-Zubehör ein
= Entsperre das iPhone, damit USB-Zubehör eine Verbindung herstellen kann, wenn das iPhone vor mehr als einer Stunde gesperrt wurde.

Einerseits kannst du die Verbindung über den Lightning-Anschluss nach der Aktivierung wieder wie bisher nutzen. Andererseits greift dann natürlich das von Apple beabsichtigte Sicherheitskonzept nicht mehr.

Eine Kompromisslösung wäre, eine dauerhafte Verbindung nur dann zuzulassen, wenn du dein Gerät tatsächlich über einen längeren Zeitraum verbinden möchtest, also z. B. im Auto Musik hörst. Anschließend solltest du den Zugriff wieder deaktivieren.

09. Juli 2018

Diese Informationen sammelt Facebook über dich

Google weiß alles, aber Facebook verfolgt dich wo immer du bist und was immer du tust. Das schließt auch bestimmte Aktivitäten deiner Freunde ein.

Gerätedaten

1. Informationen zu allen deinen Geräten, die mit dem Internet verbunden sind (Computer, Smartphone, TV etc.) sowie
2. zu Geräten in der Nähe bzw. im selben Netzwerk
2. Maus-Bewegungen
3. Ladestand der Batterien
4. Größe des freien Speicherplatzes
5. Programme und gespeicherte Dokumente inkl. Typ
6. Plugins
7. Gerätenummer deines Smartphones und
8. dort installierte Spiele und Apps

Netz

1. Deine Internet- und Mobilfunkanbieter
2. Verbindungsgeschwindigkeit
3. Nahegelegene WLAN-Hotspots, Mobilfunkmasten, Signalstärke und Beacons
4. sowie dein Standort (berechnet aus deinem Abstand zu Mobilfunkmasten)
5. Alles über deine Online- und Offline-Aktivitäten

Kamera

1. Informationen über deine Kamera und Fotos (aus den Geräte-Einstellungen)
2. GPS-Daten
3. Den Aufnahmeort und das -datum jedes Fotos (Metadaten) und
4. Nutzung der Kamera in Verbindung mit Facebook

Kontakte und andere Daten

1. Dein Adressbuch (Daten aller Kontakte), so du Facebook / WhatsApp den Abgleich erlaubt hast
2. Wenn Kontaktdaten von anderen Nutzern hochgeladen oder synchronisiert werden
3. Das Teilen oder Kommentieren deiner Fotos sowie Senden von Nachrichten durch andere
4. Einkäufe auf Seiten, die nicht zu Facebook gehören, u. a. durch Daten von Drittanbietern

Quelle: BASIC thinking
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen: Das Tracking von Facebook betrifft dich nicht nur, wenn du ein Facebook-Profil hast, sondern auch wenn du (nur) WhatsApp verwendest. Darüber hinaus ermöglichst du es Facebook, über den Zugriff auf deine Kontakte, diese ebenfalls zu verfolgen. Die Falle schnappt auch zu, wenn du dich auf Webseiten mit einem Facebook-Tracking-Tool bewegst. Dieses kannst du als Leser kaum erkennen.

Das kannst du dagegen tun: Weder Facebook noch WhatsApp nutzen – Tracking bei Facebook deaktivieren – Tracking-Schutz in deinem Browser aktivieren – z. B. bei Firefox das Add-on Facebook-Container installieren.

Zwar bieten die genannten Maßnahmen keinen absoluten Schutz vor einer Verfolgung durch Facebook, erschweren sie aber.

08. Juli 2018

Twitter geht gegen fingierte Konten, Bots und Trolle vor

In den letzten zwei Monaten hat Twitter 70 Mio. Konten gelöscht. Lange hatte sich Twitter geweigert, in die Meinungsfreiheit einzugreifen und eine Art Zensur einzuführen.

Da die Anzahl der Fake-Konten sowie die Aktivitäten von Bots und Trollen stetig zunahmen und die Kritik immer lauter wurde, hat das Unternehmen seine Meinung relativiert. Del Harvey (Vizepräsidentin für Vertrauen und Sicherheit) begründete das so:

Meinungsfreiheit wird bedeutungslos, wenn sich die Leute unsicher fühlen. (Quelle: Cashs Blog https://stadt-bremerhaven.de/twitter-greift-hart-durch-70-mio-konten-zwischen-mai-und-juni-entfernt/ )

Besonders unter Beobachtung stehen u. a. Konten, die innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl von Tweets veröffentlichen (z. T. mehrere Tausend / Tag) oder plötzlich Tausend Follower oder mehr haben. Entweder löscht Twitter diese Profile direkt oder es setzt sie auf eine Negativliste. Das bedeutet, dass die Tweets kaum bis gar nicht mehr in der Nachrichtenübersicht erscheinen.

Auch in Zukunft will das Unternehmen diesen Weg weitergehen und arbeitet an weiteren Kontrollmechanismen.

Mehr zu Bots in sozialen Netzwerken

07. JuLi 2018

Phishing-E-Mails vom 2. bis 6. Juli 2018

Diese Woche kursieren E-Mails, die vorgeben von folgenden Absendern zu kommen. Auffällige Formulierungen sind hervorgehoben. Seit …

2. Juli: Amazon.de

Sehr geehrter Kunde,
Unser Sicherheitscenter hat einen unberechtigten Login-Versuch auf Ihr Nutzerkonto festgestellt. …
Um Sie als rechtmäßigen Inhaber dieses Kundenkontos einordnen zu können, müssen sämtliche Nutzerdaten zur wiederherstellen abgefragt werden.

Verifizierung starten

Kommen Sie dieser Bestätigung innerhalb der gegebenen Frist von 24 Stunden nicht nach, so kann eine Bearbeitungsgebühr von 79,95 Euro fällig werden, welche wir von Ihrem Abrechnungskonto abbuchen werden.

3.-4. Juni: PayPal

Ihr PayPal-Konto ist eingeschränkt – Ihre Mithilfe ist gefragt.
Guten Tag,
Im Zuge neuerdings häufiger aufkommender Beschwerden von Kunden über nicht a uthorisierte Zahlungen, leiten wir momentan ein ein allgemeines Verfahren ein, welches Sie vor Fremdzugriffen schützen soll. …
Dieses Verfahren ist verpflichtend und sollten Sie dieser E-Mail nicht nachkommen, dann sind wir gezwungen Ihre Konto zu sperren. …

Weiter zum Weiter zur Verifizierung

Wie in den ersten Zeilen angedeutet, weist der gesamte Text ein unregelmäßiges Schriftbild und einige Rechtschreibfehler auf.

05. Juli: American Express

Ihr Konto wurde eingeschränk.
Ihr Konto wurde vorübergehend eingeschränkt, um es zu schützen. Das Konto wird weiterhin eingeschränkt, bis es genehmigt wird.
Sobald Sie Ihre Kontoeinträge aktualisiert haben, Ihre Daten werden bestätigt und Ihr Konto wird wieder normal funktionieren.
Der Vorgang dauert nicht länger als 5 Minuten. Einmal verbunden, Befolgen Sie die Schritte, Um Ihr Konto zu aktivieren.
Wir bedanken uns für Ihr Verständnis, währen wir daran arbeiten, die Sicherheit zu gewährleisten.…

Klicken Sie hier, um Ihre Informationen zu aktualisieren

Auch diese E-Mail fällt durch einige sprachliche Unzulänglichkeiten auf.

6. Juli: Amazon.de

Wichtige Neuerung der Europäischen Datenschutzverordnung (DSGVO)
… hiermit setzen wir Sie fristgerecht in Kenntnis, dass die Amazon Inc. sowie Tochtergesellschaften gem. §65 der Europäischen Datenschutzverordnung Absatz 1B ab dem 15.05.2018 verpflichtet sind die Daten Ihrer Kunden regelmäßig zu überprüfen.
Die Frist zum erfolgreichen Abschluss der Überprüfung endet am 15.07.2018.

Überprüfung beginnen (über Sicherheitsserver)

Inhaltlich ist diese Mitteilung kompletter Unsinn. Noch nicht einmal das erste Datum stimmt.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW
Abgesehen von den oben markierten Auffälligkeiten, die so oder ähnlich bei Phishing-E-Mails häufig vorkommen, benutzen die Urheber i. d. R. eine allgemein gehaltene Anredeform ohne Namensnennung. Neben manchmal sprachlich fragwürdigen Formulierungen haben die Texte oft einen drohenden Unterton. Außerdem weichen die Absende-E-Mail-Adressen natürlich ebenfalls von den tatsächlichen Unternehmens-Adressen ab. Deshalb solltest du immer zuerst einen kritischen Blick auf den Herkunfts-Link werfen.

06. Juli 2018

Bundesnetzagentur für mehr Datenschutz und Gleichbehandlung

Die Kommunikationswege haben sich in den letzten Jahren verändert. Herkömmliche Telefonie und SMS verlieren an Bedeutung. E-Mail-Dienste, Messenger und soziale Netzwerke sind die Gewinner. Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um internationale, insbesondere US-amerikanische Anbieter.

Das Problem dabei ist folgendes: Die Internet-Konzerne entziehen sich weitestgehend der Regulierung durch deutsche bzw. europäische Behörden. Beispielsweise können sie ihre Dienste nur deshalb kostenlos anbieten, weil sie Geld mit der Verarbeitung der Daten ihrer Nutzer verdienen. Um das zu gewährleisten, gehen sie mit den Datenschutz-Vorschriften sehr großzügig um. Deutsche und europäische Unternehmen sind verpflichtet, sich an die Regeln halten. Ein gebührenfreies Angebot ist deshalb aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. Das ist jedoch den meisten Nutzern nicht bewusst.

Hinzu kommt, dass der mobile Datenverbrauch durch die Webdienste stetig ansteigt. Hierfür ist ein weiterer Ausbau der Mobilfunknetze notwendig. Für den sind wiederum die streng reglementierten, deutschen Unternehmen zuständig. Vereinfacht gesagt stellen diese unter erschwerten Bedingungen die Infrastruktur zur Verfügung, mit deren Hilfe andere nach ihren eigenen Regeln das große Geld verdienen.

Die Bundesnetzagentur sieht darin eine Ungleichbehandlung. Deshalb fordert sie, dass auch außer-europäische Anbieter ihre Services nach deutschem Recht registrieren lassen müssen. Nur so könne europäischen Unternehmen ein faires Umfeld geboten werden.

Eine Klage gegen Google (bzgl. Gmail) ist beim EuGH (europäischen Gerichtshof) bereits anhängig. Facebook (bzgl. WhatsApp) soll nun folgen. Sollte der Gerichtshof zugunsten der Bundesnetzagentur entscheiden, wird gegen andere vergleichbare Anbieter entsprechend vorgegangen werden.

Informationsquelle: Handelsblatt

05. Juli 2018

Der Upload-Filter kommt … noch nicht

Heute hat das EU-Parlament über den Entwurf der EU-Kommission zur Änderung des Leistungsschutzgesetzes abgestimmt. Besonders kritisch sind die Regelungen hinsichtlich eines Upload-Filters zu sehen.

Vorgesehen war, Plattformen wie Google und YouTube, Facebook oder Instagram dazu zu verpflichten, von Nutzern hochgeladene Inhalte vor der Veröffentlichung zu überprüfen. Falls derjenige, der die Fotos, Videos oder Presse-Artikel einstellt, keine Rechte daran hat, hätten die Plattformen zwei Möglichkeiten. Entweder müssten sie Lizenzverträge mit den jeweiligen Urhebern abschließen oder sie dürften die Inhalte nicht mehr online stellen. Die Idee dahinter war, dass die Urheber an jeder Veröffentlichung mitverdienen.

Insbesondere hinsichtlich der Vielzahl kleinerer Unternehmen ist es jedoch sehr unwahrscheinlich, das z. B. ein Riese wie Google mit jedem Einzelnen einen Lizenzvertrag abschließt. Infolgedessen dürften deren Werke aus dem Internet verschwinden oder nur noch stark verkürzt dargestellt werden.

Das würde einerseits das Überleben von vielen Blogs, die ja zum großen Teil davon leben, dass Leser ihre Beiträge in den Netzwerken teilen, gefährden. Andererseits könnte es die Pressefreiheit einschränken, wenn nicht gar zu einer Zensur durch die Plattformen (aus finanziellen Gründen) führen.

Das EU-Parlament hat sich mit 318 zu 278 Stimmen (31 Enthaltungen) gegen die Vorlage entschieden. Das heißt jedoch nicht, dass der Upload-Filter damit vom Tisch wäre. Bis September hat der Rechtsausschuss Gelegenheit nachzubessern. Dann entscheidet das Parlament erneut über die Gesetzesreform.

04. Juli 2018

Klage gegen das kostenlose Streaming-Angebot von Vodafone

Schon vor Monaten hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Nutzungsbedingungen das kostenlosen Streaming-Angebot der Telekom StreamOn überprüft und einige Mängel festgestellt. Nun klagt der Verband auch gegen Vodafone. Die Verbraucherzentrale ist der Ansicht, dass die Bedingungen für den Vodafone Pass ebenfalls gegen geltendes EU-Recht verstoßen und das Gebot der Netzneutralität verletzen.

Steine des Anstoßes sind folgende Vertragsbedingungen zur Nutzung des Vodafone Passes:

1. Nutzung im Ausland
Sie können den Vodafone Pass nur in Deutschland nutzen. Nutzen Sie die Partner-Apps im Ausland, verbrauchen Sie ganz normal das Datenvolumen Ihres Tarifs.
2. Hotspot-Nutzung
Sie können den Vodafone Pass über Hotspot nicht mit anderen Geräten teilen.
3. VPN-Nutzung
Wir können den verschlüsselten Datenverkehr eines Virtual Private Netzwerks (VPN) nicht erkennen. Sie verbrauchen daher das Datenvolumen Ihres Tarifes, wenn Sie Ihre Vodafone-Pässe über VPN nutzen.

Vergleichbare Bedingungen gelten auch für StreamOn:

1. Ausland
Nein. Die kostenfreie Option StreamOn greift nur im Inland. Das Streaming im Ausland (Roaming) verbraucht das Inklusiv-Datenvolumen des zugrunde liegenden Tarifes.
2. Hotspot
Eine Nutzung des Services über Hotspot ist nicht Bestandteil des Vertrags.
3. VPN
Nein, bei Nutzung über ein Virtual Private Network (VPN) kann aufgrund der Verschlüsselung leider keine technische Verkehrserkennung im Telekom Netz erfolgen. Der Streaming-Datenverkehr teilnehmender Partner kann nicht erkannt werden und wird auf das Inklusivvolumens Ihres Tarifs angerechnet.

Ende 2017 hatte die Bundesnetzagentur die Telekom angewiesen, vor allem bezgl. der Nutzung im Ausland nachzubessern. Dagegen hat die Telekom Ende März 2018 Widerspruch eingelegt. Eine Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts steht noch aus.

03. Juli 2018

Neue Prepaid-Tarifa bei ALDI TALK und LIDL Connect

Sowohl ALDI als auch LIDL haben ihre Prepaid-Mobilfunktarife überarbeitet. Ab Juli kannst du folgende Pakete buchen …

ALDI TALK :
Details Paket S Paket M Paket L
High-Speed-Internet 1,5 GB 3 GB 5 GB
Kosten 7,99 €/4 Wochen 12,99 €/4 Wochen 19,99 €/4 Wochen
Zusätzl. Datenvolumen 5,00 €/Nachbuchung 10,00 €/Nachbuchung 15,00 €/Nachbuchung

High-Speed-Internet inkl. LTE bedeutet, dass du im o2-Netz mit einer maximalen Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s Download, 8,6 MBit/s Upload sowie von 56 kBit/s Down- und Upload nach Aufbrauchen des gebuchten Volumens surfst.

Das Starter-Set kostet 12,99 € inkl. 10,00 € Startguthaben. Alle Pakete enthalten eine Flat für Telefonie und SMS (in Deutschland) und EU-Roaming. Die Laufzeit verlängert sich bei ausreichendem Guthaben automatisch.

LIDL Connect ab 5. Juli 2018
Details Smart S Smart L
High-Speed-Internet 1,5 GB 3 GB
Telefonie / SMS 300 Einheiten 600 Einheiten
Kosten 7,99 €/4 Wochen 12,99 €/4 Wochen

Du surfst im Vodafone-Netz, jedoch nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 32 MBit/s Download, 5,7 MBit/s Upload sowie von 64 kBit/s Down- und Upload nach Aufbrauchen des gebuchten Volumens. Das Starter-Set kostet 9,99 € inkl. 10,00 € Startguthaben.

Außerdem kannst du 500 MB bzw. 1 GB Datenvolumen für 3,99 € bzw. 6,99 €, eine Festnetz-Flat für 7,99 €/4 Wochen sowie 100 zusätzliche Frei-Minuten für 1,99 €/14 Tage hinzubuchen. Nach Verbrauch des gebuchten High-Speed-Volumens hast du die Möglichkeit ein Internet-Upgrade um 750 MB für 2,99 €/14 Tage (Smart S) und 1,5 GB für 4,99 €/14 Tage (Smart L) zu erwerben.

02. Juli 2018

Warnung vor dubiosen Anrufen
expand trigclass=“arrowleft greybar“ title=“» Wichtiges Firefox Update“ tag=“h5″]

Momentan häufen sich Anrufe, deren Urheber vorgeben, im Auftrag von Vodafone oder der Telekom zu arbeiten.

Im Falle von Vodafone kommen die Anrufe meistens von der Mobilfunknummer +49 172 22 33 485 oder von der Festnetznummer 089 625225. Der Anrufer erklärt, er benötige für eine Vertragsverlängerung das Passwort. Manchmal stellt er ein Smartphone oder Geld als Belohnung in Aussicht. Sobald der Betrüger das Passwort kennt, kann er relativ leicht auf alle persönlichen Daten, die du bei Vodafone hinterlegt hast, zugreifen.

Mindestens genauso dubios sind angeblich von der Telekom initiierte Anrufe mit der Telefonnummer +49 800 7246863. Diese wiederholen sich regelmäßig, u. U. sogar mehrmals täglich. Häufig legt der Anrufer nach Annahme des Gesprächs sofort auf. Vereinzelt bitte aber auch er um einen Abgleich deiner persönlichen Daten.

Für solche Anrufe gilt:

– Keine persönlichen Daten und vor allem kein Passwort nennen.
– Das Gespräch sofort kommentarlos beenden oder
– am Besten gar nicht erst annehmen.
– Nicht zurückrufen (auch das könnte bereits eine Falle sein).
Denn häufig handelt es sich um kostenpflichtige Verbindungen, die dann auf deiner nächsten Mobilfunkrechnung erscheinen.

Erhältst du mehrfach Anrufe mit derselben Rufnummer, kannst du die Nummer blockieren:
› Anrufliste ›› i (Info) anklicken ››› Anrufer blockieren anklicken (am unteren Ende der Liste).
Dies gilt für iPhones, aber auf Android-Geräten dürfte das Vorgehen vergleichbar sein.

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