Nachrichten – Juni 2018 | Internet und Mobiles

Ausgewählte Nachrichten vom Juni 2018 mit kurzen Erläuterungen und / oder einem Kommentar aus den Themenbereichen von ebblogs.

Juni 2018 – Neuigkeiten

Kurznachrichten zu folgenden Themen

 

MOBILFUNK Tarifänderungen Vodafone Pass
SICHERHEIT Wieder Phishing-Mails im Umlauf Cyber-Angriffe auf Unternehmen
APPLE
GOOGLE (Android) Google droht erneut Strafe YouTube Music geht an den Start
MICROSOFT (Windows) Microsoft dominiert den Markt
SOZIALE NETZWERKE Aktualisierung von Telegram Ärger mit der Timeline Facebook-Datenskandal – Fortsetzung Facebook: Der nächste Fehler Facebooks nutzerunfreundlicher Weg
SONSTIGES Updates bei Samsung-Geräten Apple Music und Spotify Upload-Filter und Leistungsschutz

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21. Juni 2018

Fragwürdige Reform des Urheberrechtsgesetzes

Nachdem die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft getreten ist, hat sich der Rechtsausschuss des EU-Parlaments jetzt für eine Reform des Urheberrechts ausgesprochen. Wie bereits bei der EU-DSGVO ist eine Anpassung des Gesetzes grundsätzlich zu begrüßen. Jedoch treibt die Umsetzung schon bei der EU-DSGVO z. T. recht seltsame Blüten und einige Bestimmungen werfen mehr Fragen auf, als dass sie Klarheit schaffen. Hinsichtlich des Urheberrechts sähe es nicht anders aus.

Vor allem zwei Punkte gelten als kritisch: Der Upload-Filter und das Leistungsschutzrecht.

Bei ersterem verlangt das Gesetz, dass Plattformen wie YouTube, Facebook u. ä. jeden von Nutzern hochgeladenen Beitrag prüfen. Bisher wurden Beiträge nur nach Meldung eines Verstoßes oder mit grundsätzlich illegalen Inhalten, z. B. Raubkopien von Musik oder Filmen oder Kinderpornografie gelöscht. Zukünftig sollen die Filter schon während des Hochladens Beiträge herausfiltern, die das Urheberrecht verletzen (könnten).

Gemäß der Vorschriften des Leistungsschutzrechts dürften z. B. keine Überschriften und Textauszüge bei Google, Facebook oder anderen News-Diensten veröffentlicht werden, sofern mit den Urhebern oder Verlagen zuvor kein Lizenzvertrag abgeschlossen wurde. Da es bei der Menge an hochgeladenen Post nicht möglich ist, jeden einzel zu betrachten, setzen die Plattformen automatische Upload-Filter ein. Da diese nicht denken können, erkennen sie auch keine Zusammenhänge. Das könnte dazu führen, dass nicht nur Kopien dem Filter zum Opfer fallen, sondern auch Parodien, Zitate etc.

Hinzu kämen offene Fragen wie beispielsweise   …

– Umgang mit Zitaten: Handelt es sich bei dem Zitat um einen Ausdruck geistiger Schöpfung (Lizenz notwendig) oder nur um einen kurzen Auszug (Lizenzfrei). Und wie lang darf ein kurzer Auszug sein bzw. wie ist dessen Relevanz im Gesamtkontext zu beurteilen?

– Verlinkungen: Das Kopieren eines Links wäre wohl Lizenzfrei, ob dem auch beim Übernehmen des Originaltitels so ist, bleibt offen.

– Was passiert mit zunächst auf einer Plattform veröffentlichten und später von Nutzer weiter geteilten Inhalten?

– Wie mit Beiträgen kleinerer Webseiten umgehen, die weniger an einer Vergütung hochgeladener Inhalte interessiert sind, sondern denen es in erster Linie darum geht, neue Leser für ihre Beiträge zu gewinnen. Google und Co. würden wohl kaum einen Vertrag mit ihnen abschließen. Würden sie also herausgefiltert und könnten dementsprechend ihren Service mangels Auffindbarkeit einstellen?

Mögliche Folgen …

Um eventuellen Strafen vorzubeugen und Kosten zu sparen, könnten die Unternehmen die Upload-Filter so programmieren, dass viele seriöse Inhalte nicht mehr veröffentlicht würden. Das leistet wiederum Fake-News und Banalitäten aus fragwürdigen Quellen Vorschub. Hinzu kommt, dass in erster Linie große Unternehmen diese Filter entwickeln und mit dem Verkauf an kleinere wiederum Geld verdienen.

Die Grundrechte der Nutzer auf Informations- und Meinungsfreiheit werden weiter beschnitten, der Zensur durch die marktbeherrschenden Unternehmen wäre Tür und Tor geöffnet. Das Internet wird wieder ein Stück ärmer.

Mehr zum Urheberrecht bei Bildaufnahmen

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20. Juni 2018

Facebook geht seinen nutzerunfreundlichen Weg weiter

Wiedermal zeigt sich die wahre Intension von Facebook: Geld verdienen! Und das anscheinend ohne Rücksicht auf die Wünsche der Nutzer. Das Einzige was zählt sind deren Daten, um ihnen noch mehr Werbung anzubieten.

Nachdem Facebook und Instagram langsam an die Grenzen ihrer Werbekapazität stoßen, weicht das Unternehmen nun auf den Facebook Messenger aus. Ab dem 25. Juni 2018 werden dort kurze Werbe-Autoplay-Videos eingeblendet. Dieses Vorhaben wurde bereits 2016 angekündigt. Da auch Werbung im WhatsApp Messenger schon geraume Zeit im Gespräch ist, dürfte es nicht mehr allzugange dauern, bis Facebook auch hier endlich Geld verdienen will.
Mehr zu Facebook und WhatsApp

Eine weitere negative Neuerung betrifft vor allem Nutzer und Unternehmen, die ihre Posts u. a. aus Zeitgründen mittels eines Social Media Managers wie Buffer organisieren.

Facebook führt eine Änderung auf seiner Plattform ein, d. h. alle Drittanbieter-Social Media Tools einschließlich Buffer werden nicht mehr die Möglichkeit haben, auf persönlichen Profilen zu posten. Dies ist ein Teil größerer Veränderungen, die Facebook vornimmt, um sein Ökosystem zu verbessern und den Missbrauch persönlicher Konten zu verhindern. …
Wir glauben, dass das einen negativen Effekt insbesondere für kleinere Unternehmen und Organisationen haben wird, die Dienste wie Buffer für eine gesunde Social Media Strategie nutzen. (Auszug aus der Mitteilung von Buffer – aus dem Englischen)

Von dieser, am 26. Juli 2018 in Kraft tretenden, Änderung sind Facebook Fanseiten wohl nicht betroffen. Jedoch heißt das nicht, dass das Problem weniger gravierend ist. Zum einen ist es nicht möglich, eine Fanseite ohne ein persönliches Facebook-Konto einzurichten. Zum anderen haben aufgrund der EU-DSGVO viele, vor allem kleinere Unternehmen, ihre Fanseiten geschlossen. Denn ein Datenschutz-konformes Betreiben einer Fanseite ist aufgrund fehlender Informationen über die Verwertung von Daten durch Facebook nicht möglich.

Sofern ein Unternehmen Facebook nicht gänzlich den Rücken kehren möchte, bleibt also zur Aufrechterhaltung der Kundenkontakte nur noch die Kommunikation über ein persönliches Profil – ohne Social Media Manager!

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19. Juni 2018

YouTube Music geht an den Start

Google hat gestern YouTube Music auch für Nutzer in Deutschland freigeschaltet. Damit macht sich der Konzern sozusagen selbst Konkurrenz. Denn noch gibt es auch Google Play Music. Was bietet also der neue Streaming-Dienst?

Neben den schon von YouTube bekannten Musikvideos kannst du bei YouTube Music auch Live-Mitschnitte (Konzerte / TV-Sendungen), Remixes, Mashups und Cover-Versionen abrufen. Des weiteren analysiert die Content ID alle Songs und sortiert sie. Im Gegensatz zu Google Play Music kannst du die Musik jedoch u. a. (noch) nicht offline hören/sehen und auch keine eigenen Titel hochladen.

YouTube Music ist für Android und im App Store sowie als Webplayer verfügbar.

Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es zusätzlich YouTube Premium. Angebot und Kosten:

YouTube Music

1. Kostenlos mit Werbung und ohne Musikwiedergabe in Hintergrund.
2. Abo 9,99 € / Monat ohne Werbung, mit Musikwiedergabe im Hintergrund und Download-Möglichkeit.

YouTube Premium

1. Abo 11,99 € / Monat inklusive YouTube Music sowie Videos ohne Werbung, Hintergrundwiedergabe, Downloads und You Tube Originals.
2. Familien-Abo 17,99 € / Monat für bis zu 6 Familienmitglieder.
3. 3 Monate kostenlos testen möglich.

Hast du bereits Google Play Music abonniert, so ist YouTube Music für dich gratis. Langfristig wird Google Play Music wohl vom Markt genommen werden, da Google bereits angekündigt hat, dass Playlisten und vom Nutzer hochgeladene Titel auch weiterhin verfügbar sein werden. Laut Google hat YouTube Music bereits 101.448.765 Abonnenten.

Mehr zu Musik-Streaming-Diensten

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18. Juni 2018

Microsoft dominiert den Markt

Ein Blick auf die Nutzung von Betriebssystemen weltweit bestätigt auch im Mai 2018 die Übermacht von Microsoft:

Anbieter Windows 10 Windows 8.1 Windows 8 Windows 7 Windows XP Gesamt-Anteil
Microsoft 34,74 % 5,36 % 1,10 % 41,79 % 5,04 % 88,03 %
Anbieter MacOS X 10.13 MacOS X 10.12 MacOS X 10.11 MacOS X 10.10 Gesamt-Anteil Linux
Apple / Linux 5,00 % 1,69 % 1,16 % 0,68 % 8,53 % 1,45 %

Windows beherrscht die Welt. Apples MacOS ist weit abgeschlagen und Linux eine absolute Randerscheinung. Dieses Ergebnis ist jedoch nicht auf die unterschiedliche Qualität der Betriebssysteme selbst zurückzuführen. Lediglich Linux fällt in punkto Anwenderfreundlichkeit für die breite Masse vielleicht etwas zurück.

Die Ursache für die Dominanz von Windows liegt vor allem in der Marketing-Strategie von Microsoft. Unternehmen und Behörden werden zunächst mit z. T. beträchtlichen Rabatten geködert. Hinzu kommt, ähnlich wie bei Android, die Möglichkeit das System auf Geräten aller Preisklassen zu nutzen. Da z. B. die meisten Privathaushalte nur auf die aktuellen Kosten schauen und nicht langfristig denken (jährliche Abo-Kosten für Office, reparaturanfälligere und kurzlebigere Geräte …), erscheint ein Windows-Gerät günstiger als z. B. ein Gerät von Apple.

Insbesondere infolge der zunehmenden Sensibilisierung bezüglich des Datenschutzes, gibt es aber immer mehr Unternehmen und Behörden, die sich aus der Abhängigkeit von Microsoft lösen wollen. Ein aktuelles Beispiel ist Schleswig-Holstein.

Bereits Ende 2017 hat die Landesregierung einen Kurswechsel angekündigt. Jetzt hat der Landtag beschlossen, in Zukunft auf Open-Source-Software zu setzen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von nur einem Konzern zumindest stark zu verringern. Natürlich ist die Umstellung nicht von heute auf morgen möglich. Ein Problem ist u. a. die fehlende Akzeptanz unter den Mitarbeitern. Diese kennen oft nichts anderes als Windows und können sich nicht vorstellen, mit einem anderen System zu arbeiten. Durch Schulungen sollen sie jedoch langfristig an neue Software-Lösungen herangeführt werden.

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16. Juni 2018

Anpassung des Vodafone Passes

Beim Vodafone Pass handelt es sich um ein sogenanntes Zero Rating-Angebot zum Streamen von Musik, Videos etc. Die hierdurch verbrauchten Daten werden nicht auf das gebuchte Datenvolumen angerechnet. Bisher galt die unbegrenzte Nutzung nur innerhalb Deutschlands.

Laut Bundesnetzagentur verstößt dies gegen die seit einem Jahr gültigen EU-Roaming-Regeln. Deshalb hat die Agentur Vodafone aufgefordert, bestimmte Regelungen in den AGB zu ändern. Die Nutzer müssen den Vodafone Pass auch im EU-Ausland wie im Inland nutzen können, d. h. ohne Verbrauch des nationalen Datenvolumens. Im Rahmen der fair-use-policy sei es zwar möglich das Volumen im EU-Ausland zu begrenzen. 5 GB wie bei Vodafone hält die Bundesnetzagentur jedoch für zu wenig und verlangte diesbezüglich eine Überarbeitung der AGB.

Zwei weitere, von der Agentur beanstandete Punkte, hat Vodafone inzwischen angepasst. Einerseits hat das Unternehmen seinen Service Provider Vertrag geändert, so dass die Bundesnetzagentur keine Einschränkungen hinsichtlich einer transparenten, offenen und diskriminierungsfreien Teilnahme am Vodafone Pass mehr sieht. Andererseits drosselt Vodafone den Videoverkehr nicht mehr. Jedoch behält sich das Unternehmen vor, die Qualität in Zukunft zu beschränken, sofern dies rechtlich möglich ist. Die Vorgehensweise wird wohl maßgeblich von der richterlichen Entscheidung im noch anhängigen Verfahren gegen die Telekom (StreamOn) abhängen.

Mehr zu Mobilfunktarifen

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15. Juni 2018

Cyber-Angriffe auf deutsche Unternehmen

Es scheint ruhiger in den Netzen geworden zu sein. Doch der Eindruck täuscht. Angreifer attackieren nach wie vor deutsche und internationale Netzwerke. Nur sind in den letzten Wochen keine spektakuläre Angriffe, die ganze Systeme zum Absturz gebracht hätten, bekannt geworden.

Dennoch warnt das BSI (Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik) seit einigen Tagen vor großabgelegten weltweiten Angriffen insbesondere auf Energieversorgungunternehmen. Zwar soll den Angreifern bisher nur vereinzelt der Zugriff auf Büro-Netzwerke gelungen sein, eine Vorbereitung größerer Attacken, z. B. auf Steuerungsnetzwerke etc. ist jedoch wahrscheinlich.

Dazu der BSI-Präsident Arne Schönbohm:

Diese Angriffe zeigen, dass Deutschland mehr denn je im Fokus von Cyber-Angriffen steht. Dass bislang keine kritischen Netzwerke infiltriert werden konnten, zeigt, dass das IT-Sicherheitsniveau der deutschen KRITIS*-Betreiber auf einem guten Level ist. Das ist auch ein Verdienst des IT-Sicherheitsgesetzes. Die bekanntgewordenen Zugriffe auf Büro-Netzwerke sind aber ein deutliches Signal an die Unternehmen, ihre Computersysteme noch besser zu schützen. Diese Entwicklung offenbart, dass es womöglich nur eine Frage der Zeit ist, bis kritische Systeme erfolgreich angegriffen werden können. … Die Bedrohungslage im Cyber-Raum hat sich in den vergangenen Monaten deutlich zugespitzt und es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sie sich entspannen wird.

* KRITIS = Kritsche Infrastrukturen: Energie (Elektrizität …), Informationstechnik und Telekommunikation, Medien und Kultur (Rundfunk, Fernsehen …), Wasser (-ver- und -entsorgung), Ernährung (z. B. Lebensmittelhandel …), Gesundheit (Medizinische Versorgung …), Finanzwesen (Banken und Versicherungen), Transport und Verkehr sowie Staat und Verwaltung.

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09. Juni 2018

Neues von Apple Music und Spotify

Apple hat ein Update für Apple Music ausgerollt. Diese Aktualisierung enthält ein neues Feature: Coming Soon (Bald erhältlich). Hier sind einige Alben unterschiedlicher Genres (nicht sortierbar) aufgelistet, die in den nächsten Wochen in das Musik-Angebot aufgenommen werden.

iOS und MacOS: Entdecken › Neue Musik ›› bis ans Ende scrollen ››› Bald erhältlich ›››› Mehr

Klickst du auf ein Album, siehst du wie gewohnt das Cover und die Titel-Liste. Außerdem das Datum der voraussichtlichen Veröffentlichung. Ein Klick auf Hinzufügen reserviert das Album für dich. Sobald es in veröffentlicht ist, wird es automatisch deiner Mediathek hinzugefügt.
Darüber hinaus hat Apple in iTunes für Mac bei den Künstler-Portraits einen neuen Button eingeführt. Unterhalb des Fotos im Header, links neben dem Namen, kannst du die automatisch durcheinander gemischte Songs des Künstlers direkt abspielen.

Im allgemeinen ist es üblich, dass die Streaming-Dienste hinsichtlich der Lizenzen Verträge mit den Musik-Labels abschließen. Spotify ist bei einigen Songs jetzt einen anderen Weg gegangen. Der Dienst hat die ersten Lizenzverträge direkt mit den Künstlern oder deren Managern abgeschlossen. Noch äußert sich Spotify nicht dazu, inwieweit diese Art der Lizenzierung ausgeweitet und ob sie zukünftig Standard sein wird.

Mehr zu Apple Music und Spotify

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08. Juni 2018

Der nächste Ausrutscher von Facebook

Die Probleme scheinen bei Facebook keine Ende zu nehmen. Vom 18. – 27. Mai 2018 führte ein Software-Fehler dazu, dass die Post-Einstellungen von 14 Millionen Nutzern auf Öffentlich gesetzt wurden – unabhängig von den Voreinstellungen der betroffenen Nutzer. Somit waren auch Beiträge von jedem lesbar, die der Nutzer nur bestimmten Gruppen oder niemandem zugänglich machen wollte.

Die Ursache war die Implementierung der neuer Funktion Featured Items, mit der Nutzer bestimmte Posts in ihrem Profil besonders hervorheben können. Facebook erklärte dazu:

Wir haben kürzlich einen Fehler gefunden, der während der Erstellung von Beiträgen automatisch vorschlug, diese öffentlich zu posten. Wir haben diesen Fehler behoben und beginnen heute damit, jeden Betroffenen zu informieren und zu bitten, jeden Post, der während dieses Zeitraums veröffentlicht wurde, zu überprüfen. Zur Klarstellung, dieser Fehler hat keine Auswirkung auf etwas, dass vorher gepostet wurde – und sie konnten immer noch die Zielgruppe auswählen, so wie es immer war. Wir möchten uns für diesen Fehler entschuldigen. (Engadgetübersetzt)

Dieses Mal waren zwar nur verhältnismäßig wenige Nutzer betroffen. Das ändert jedoch nichts daran, dass auch dieser Ausrutscher nicht gerade dazu beiträgt, das Vertrauen in Facebook wiederherzustellen, geschweige denn zu steigern.

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07. Juni 2018

Google droht erneut Strafe in Höhe von mehreren Milliarden Euro

Seit Jahren hat Google Ärger mit der europäischen Wettbewerbs-Kommission. Bereits 2017 wurde das Unternehmen zur Zahlung von 2,4 Milliarden Euro verurteilt. Nach 7 Jahren Ermittlung war die EU-Kommission zu dem Schluss gekommen, dass Google zur Wettbewerbsverzerrung beitrage. Vorgeworfen wurden dem Unternehmen Manipulationen aufgrund der Dominanz der Suchmaschine, z. B. Weiterleitung zu bestimmten Online-Shops. Weitere Ermittlungen hinsichtlich Werbeanzeigen sind noch nicht abgeschlossen.

Aktuell geht es um die Dominanz von Android (Marktanteil: 80 %). Unter anderem bemängelt die EU-Kommission, dass die Hersteller von Geräten mit Android-Betriebssystem bestimmte Google-Apps vorinstallierten müssten und auch keine Geräte mit einer modifizierten Android-Version auf den Markt bringen dürften.

Google bestreitet, den Herstellern entsprechende Vorschriften zu machen. Außerdem hätte Android keine Monopolstellung. Es gäbe einen Konkurrenten – Apples iOS.

Die endgültige Entscheidung der EU-Kommission steht noch aus. Eine erneute Verurteilung von Google ist wahrscheinlich, jedoch wird die Strafe wohl niedriger als der Höchstsatz von 10 % des weltweiten Umsatzes (ca. 11 Milliarden Dollar) ausfallen.

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06. Juni 2018

Facebook-Datenskandal – ein Fass ohne Boden?

Cambridge Analytica war offensichtlich nur der Anfang. Nach und nach kommen immer mehr Lücken beim Datenschutz von Facebook ans Licht. So hat das Unternehmen schon seit Jahren u. a. Smartphone-Herstellern Zugriff auf Nutzerdaten gewährt. Neben Apple, Microsoft, Samsung, Blackberry etc.  gehörten dazu auch die chinesischen Unternehmen Lenovo, Huawei, Oppo und TCL. Letztere gelten aufgrund der Nähe zur chinesischen Regierung als besonders problematisch. Außerdem betraf und betrifft es auch Daten von Nutzern, die einer Weitergabe ihrer Daten nicht zugestimmt haben.

Facebook hat sich dahingehend geäußert, dass zumindest die Daten bei Huawei nicht auf Firmenservern, sondern nur auf den jeweiligen Geräten gespeichert worden seien. Darüber hinaus habe Facebook mit allen Unternehmen Verträge abgeschlossen, in denen diese versichern, Nutzerdaten nur für Funktionen der sozialen Netzwerke zu verwenden. Angeblich kontrolliere Facebook die Hersteller.

Unabhängig davon, wie zuverlässig und streng diese Kontrolle sein mag, eines wird wiedermal klar: Die Einhaltung der Vorgaben der DSGVO ist bei Facebook lediglich ein Lippenbekenntnis, beim realen Umgang mit Nutzerdaten hat sich sehr wenig geändert.

Ähnlich problematisch sind sogenannte Facebook-Fanseiten, die u. U. ebenfalls Nutzerdaten sammeln. Der EuGH (Europäische Gerichtshof) hat klar gestellt, dass die Betreiber von Fanseiten gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten verantwortlich seien. Es bestehe eine vertragliche Beziehung zwischen Facebook und den jeweiligen Betreibern.

Wie bereits erwähnt, gibt es bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken immer noch Defizite bei der Umsetzung der DSGVO (z. B. Transparenz). Konsequenterweise müss(t)en eigentlich seriöse Betreiber ihre Facebook-Fanseiten schließen, da ein Datenschutz im Sinne der DSGVO momentan nicht möglich ist.

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05. Juni 2018

Tarifänderung bei Aldi Talk und anderen Anbietern

Ab heute gilt ein neuer Aldi Talk-Tarif. Das Unternehmen biete jetzt folgende Option an:
Paket S
› Unbegrenzte Telefonie und SMS
›› 1,5 GB High-Speed-Internet inklusive LTE / 3 GB / 5 GB
››› 7,99 € / 4 Wochen (103,87 € pro Jahr = 13 Pakete) / 12,99 € / 19,99 € jeweils für vier Wochen.
›››› Nachbuch-Option: „Ihr Surfvolumen reicht nicht für die 4-wöchige Optionslaufzeit aus? Nach Verbrauch des High-Speed-Volumens können Sie für einmalige 5 € neues High-Speed-Internet nachbuchen, und zwar erneut volle 1,5 GB bis zum Ende der Optionslaufzeit.“

High-Speed bedeutet bis zu 21,6 MBit/s Download, 8,6 MBit/s Upload sowie bis zu 56 KBit/s Down- und Upload nachdem das Volumen aufgebraucht ist. Du nutzt das e-plus-Netz von Telefónica.
Die einmaligen Kosten dieses Starter-Sets betragen 12,99 € inklusive 10 € Startguthaben. Solange du noch ein Guthaben hast, verlängert sich die Laufzeit automatisch um weitere 4 Wochen.

Auch Telekom, Vodafone und o2 haben ihre Tarife etwas modifiziert. Mehr dazu hier.

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04. Juni 2018

Immer wieder Ärger mit der Timeline

Egal ob es sich um passionierte oder nur Gelegenheitsnutzer von sozialen Netzwerken handelt, in einem sind sich die meisten einig. Die Timelines sind eine Katastrophe.

In den Anfangszeiten der Netzwerke waren Timelines das, was der Name streng genommen auch ausdrückt: Eine Zeitleiste, d. h. der chronologische Ablauf von Geschehnissen, Prozessen etc. Das hat sich in den letzten Jahren jedoch gravierend geändert, wobei sich der Wandel bei Twitter noch in Grenzen hält.

Nach und nach haben Facebook, Instagram, Google, etc. den Algorithmus für die Zusammenstellung der Timelines geändert. Die Sortierung folgt nicht mehr dem Muster Neuste Beiträge zuerst, ältere nachfolgend oder Posts von Freunden oben, anderes darunter. Im Gegenteil, eigentlich lässt sich gar kein Muster mehr erkennen.
Das hat zur Folge, dass du erst einmal mehrere Minuten durch z. T. ältere Posts scrollen musst, um den neusten Beitrag einer bestimmten Person zu finden. Beiträge mit weniger Likes, die dich jedoch sehr interessieren würden, erscheinen u. U. so weit unten, dass du schon vorher genervt aufgibst. Nicht zu vergessen, dass regelmäßig nach wenigen Beiträgen Sponsored Posts von dir unbekannten Nutzern oder Werbeanzeigen erscheinen.

Genau das Stichwort Werbung führt zur Ursache für die Veränderung. Du sollst möglichst lange durch die Timeline scrollen. Denn je länger der Weg bis zu einem gesuchten Beitrag ist, desto häufiger hat der Anbieter die Möglichkeit, dir Werbung anzubieten. Und das ist alles, was für die Betreiber der Netzwerke zählt.

Natürlich häufen sich die Beschwerden. Aber das Interesse der Netzwerke, daran etwas zu ändern, geht gegen Null. So hart es klingt, die Unternehmen sind an dir als Nutzer und an deinem Wohlergehen gar nicht interessiert. Du bist nur eine Person, die Werbung konsumieren und anklicken soll. Um das zu erreichen, bekommst du ab und zu ein Leckerli in Form eines „echten Beitrags“ zugeworfen. Dieser soll dich dann animieren, in der Hoffnung noch andere zu finden, weiter zu scrollen und noch mehr Werbung zu sehen.

Eigentlich erfüllen die sozialen Netzwerke schon lange nicht mehr ihren ursprünglichen Zweck – Kommunikation mit Freunden oder Übermittlung von Nachrichten. Sie sind zu Plattformen für die Verbreitung von Werbung verkommen.

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03. Juni 2018

Updates bei Samsung-Geräten

Bekanntermaßen sieht es mit der zeitnahen Verteilung von Firmware- und Sicherheits-Updates für Android-Geräte schlecht aus. Normalerweise werden die Smartphones in der Regel nur zwei Jahre lang aktualisiert.

Die niederländische Verbraucherorganisation Consumentenbond hatte Samsung wegen dieser Praxis verklagt und gefordert, dass Updates für Geräte, die neu auf den Markt kommen, mindestens vier Jahre lang zur Verfügung gestellt werden sollen. Nach Ende des offiziellen Verkaufs sollten diese noch zwei Jahre lang  Updates erhalten.

Ein niederländisches Gericht hat die Klage jetzt zurückgewiesen und sich damit auf die Seite Samsungs gestellt. Begründung:
Die Klage beziehe sich auf eine Verfahrensweise in der Zukunft. Bei der ersten Vermarktung der Modelle könne Samsung noch nicht wissen, ob und welche Sicherheitslücken auftreten könnten. Die Entscheidung zur Verteilung eines entsprechenden Updates könne also erst zu dem Zeitpunkt getroffen werden, an dem die Lücke bekannt wird. Außerdem müsse diese nicht unbedingt alle Modelle betreffen und gerade bei älteren Modelle sei u. U. ein Update aus technischen Gründen (alte Hardware) auch nicht mehr möglich.

Somit wird es wohl bei den bisher üblichen zwei Jahren (maximal) bleiben.

Samsung sah seine Vorgehensweise durch das Gericht bestätigt und äußerte in einem Interview bei der BBC:

Wir sind zufrieden mit der Entscheidung. Der Richter hat bestätigt, dass Samsung mehr als genug tut, um die Sicherheit seiner Geräte sicher zu stellen.

Mehr zur Update-Praxis bei mobilen Geräten

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02. Juni 2018

Aktualisierung von Telegram

Entgegen der früheren Praxis, den Messenger regelmäßig mit Updates zu versorgen, hatte Telegram eine zweimonatige Pause eingelegt. Am 31. Mai 2018 äußerte sich Pavel Durov wie folgt dazu:

Unglücklicher Weise funktionieren einige Telegram Features wie Sticker unter iOS 11.4 nicht korrekt, obwohl wir diesen Fehler bereits vor Wochen beseitigt hatten.

Apple hat Telegram an einer weltweiten Aktualisierung seiner iOS-App gehindert, seit die russischen Behörden Apple angewiesen hatten, Telegram aus dem App Store zu entfernen. Russland sperrte Telegram im April, weil wir uns weigerten, den russischen Behörden den Entschlüsselung-Code für die Kommunikation aller Nutzer zur Verfügung zu stellen. Wir denken, wir haben das einzig Richtige getan, um die Rechte unserer Nutzer auf Schutz ihrer Daten zu wahren.

Leider stand Apple nicht auf unserer Seite. Obwohl nur 7 % aller Nutzer aus Russland kommen, bremste Apple die Updates für alle Nutzer weltweit. Daraus resultierte, dass wir auch nicht die Möglichkeit hatten, die Auflagen der DSGVO für unsere EU-Nutzer bis zum 25. Mai 2018 vollständig umzusetzen. Wir setzen unsere Bemühungen fort, die Situation zu klären und werden euch auf dem Laufenden halten.
Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und danke für eure Geduld. (aus dem Englischen)

Information vom 1. Juni 2018

Mit etwas Verspätung erscheint nun das DSGVO-Update (Version 4.8.2):

– Aktualisierung des Anmeldeprozesses. Wenn du in Großbritannien oder der EU lebst, musst du 16 Jahre oder älter sein, um Telegram zu nutzen.
– Wenn du dich bei Telegram anmeldest, stimmst du unserer Datenschutzerkärung zu.
– Du kannst jetzt die Aktualisierung deiner Kontakte verhindern und bereits synchronisierte in den Datenschutz- und Sicherheits-Einstellungen löschen.
– Falls du die Link-Vorschau bei Geheimen Chats aktiviert hast, kannst du sie jetzt in den Datenschutz- und Sicherheits-Einstellungen deaktivieren. (aus dem Englischen)

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01. Juni 2018

Wieder Phishing-Mails im Umlauf

E-Mails mit dem Hinweis auf die geänderte Datenschutzerklärung lassen so manche Inbox überlaufen. Nicht nur, dass die Abonnenten von Newslettern und Nutzer diverser Plattformen da leicht den Überblick verlieren. Es war auch nur eine Frage der Zeit, bis Betrüger auf diesen Zug aufspringen.

So kursieren momentan die ersten Phishing-Mails, die vorgeben von Amazon zu kommen. Der darin enthaltenen Link, leitet dich natürlich nicht zu Amazon weiter. Stattdessen landest du auf einer Fake-Amazon-Seite, die dich auffordert deine Zugangsdaten sowie deine Adresse und Bank-/Kreditkarten einzugeben – vorgeblich zur Verifizierung deiner Person.

Dass das kompletter Unsinn ist, dürfte eigentlich klar sein. Seriöse Anbieter gleichen keine persönlichen Daten ab, wenn es um die Zustimmung zur geänderten Datenschutzerklärung geht.

Solltest du doch darauf hereingefallen sein, rät die Polizei Niedersachsen in ihrem Ratgeber Internetkriminalität:

› besuche die echte Webseite (in diesem Fall von Amazon)
›› bzw. setze sich mit deren Support in Verbindung und
››› ändere alle Zugangsdaten.

Falls du auch nach deinen Bank-/Kreditkartendaten gefragt wurdest,
› informiere sofort deine Bank bzw. das Kreditkarten-Unternehmen darüber und
›› kontrolliere das entsprechende Konto hinsichtlich auffälliger Abbuchungen.

Erstatte Anzeige bei deiner örtlichen Polizeidienststelle,
› bringe die ausgedruckte E-Mail sowie
›› den Link zu der gefälschten Webseite mit.
Bewahre die E-Mail auf jeden Fall auf, bis das Verfahren abgeschlossen ist.

Generell gilt natürlich: Klicke niemals Links auf E-Mails an, deren Absender dir unbekannt ist bzw. deren Inhalt für Mitteilungen des angeblichen Absenders ungewöhnlich und/oder nicht nachvollziehbar ist.

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