März 2018 – Nachrichten | Internet und Mobiles im Klartext

Ausgewählte Nachrichten vom März 2018 mit kurzen Erläuterungen und / oder einem Kommentar aus den Themenbereichen von ebblogs.

März 2018 – Neuigkeiten

Internet- / Datensicherheit, Phishing, Apple – Mac (OS) – i (OS), Google (Android), Microsoft (Windows), Soziale Netzwerke / Messenger, Mobilfunk sowie Apps und mehr.

± 30.03. Aktualisierungen für iOS und MacOS

iOS Mac OSApple hat sowohl für iPhones/iPads als auch für Macs/MacBooks Updates bereitgestellt. Darin sind folgende neue Funktionen enthalten:

iOS 11.3

Akku-Gesundheit (› Batterie ›› Batterie-Gesundheit) Maximale Kapazität und höchste Leistungsfähigkeit. Bei älteren Geräten kannst du unter Punkt 2 Apples automatisches Leistungs-Management deaktivieren und du wirst aufgefordert, den Akku ersetzen zu lassen.
Es gibt vier neue Animojis und einige alte sind modifiziert.
Der App Store bietet jetzt die Möglichkeit Bewertungen nach verschiedenen Aspekten sortiert anzeigen zu lassen.
Auch Apple News und Apple Music (neue exklusive Video-Playlists) wurden überarbeitet.
Einen neuen Privatsphäre-Bildschirm mit Icon, die erscheinen sobald Apple nach Infos von dir fragt.
In den USA erhält außerdem die Health App ein neues Feature und einen Business-Chat.
Darüber hinaus umfasst das Update einige weitere Verbesserungen und Fehlerbehebungen.

Herunterladen:
Einstellungen › Allgemein ›› Softwareupdate

Mac OS 10.13.4

Neben einigen allgemeinen Verbesserungen vor allem für Safari, gibt es ebenfalls Apples neuen Privatsphären-Hinweis (s. o.) und ein Rauchwolken-Hintergrundbild. Außerdem wird wiederum nur für US-Nutzer der Business-Chat unterstützt.

Herunterladen aus dem Mac App Store

± 29.03. Zugriff auf Online-Abonnements auch im EU-Ausland

Bisher war es nicht möglich, auf die Inhalte abonnierter Streaming-Dienste außerhalb des eigenen Landes zuzugreifen. Das wird sich jetzt ändern. Ab dem 1. April 2018 (hoffentlich kein April-Scherz) müssen Anbieter wie Netflix, Amazon Prime oder Spotify dir den Zugriff auf die jeweiligen Inhalte des Landes, in dem du das Abo abgeschlossen hast, auch dann erlauben, wenn du dich in einem anderen EU-Land aufhältst.

Der Aufenthalt muss jedoch zeitlich begrenzt sein (Urlaub). Möchtest du dich dauerhaft außerhalb z. B. Deutschlands niederlassen, musst du ein Abonnement in dem neuen EU-Land abschließen. Im Zweifelsfall dürfen die Anbieter deinen Aufenthaltsort über deine IP-Adresse kontrollieren.

Die neue EU-Verordnung gilt (noch) nicht für kostenlose Streaming-Angebote, z. B. Mediatheken. Diese haben jedoch die Möglichkeit, die neue Regelung zu übernehmen.

± 28.03. Facebook Messenger liest Kontakte-Liste

Die Beschuldigung Facebook greife unberechtigt auf Android-Geräten via Facebook Messenger und Lite auf die Kontakte-Liste der Nutzer zu, hat das Unternehmen zurückgewiesen.

Der Zugriff sei nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Nutzer erfolgt. Außerdem habe Facebook zu keiner Zeit Anruf- oder Textdaten von Android-Geräten verkauft oder die Inhalte von Textnachrichten lesen können.

Dennoch haben drei Nutzer in Kalifornien eine Klage wegen Verletzung der Privatsphäre eingereicht. Das Gericht muss nun entscheiden, ob der entstandene Schaden und die Anzahl Betroffener für die Eröffnung eines Verfahrens ausreicht.

± 27.03. Kritik an Facebook von allen Seiten

Mark Zuckerberg hat sich per Anzeige in mehreren Tageszeitungen (u. a. in der FAZ und der Süddeutschen Zeitung) bei den deutschen Facebook-Nutzern entschuldigt.

Das war ein Vertrauensbruch, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir damals nicht mehr dagegen getan haben.

Außerdem teilte er mit, dass sein Unternehmen die notwendigen Schritte unternehmen werde, dass ein ähnlicher Missbrauch von Nutzerdaten zukünftig nicht mehr vorkommen werde. Die EU-Kommission hat Facebook inzwischen aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen Fragen zum Daten-Skandal zu beantworten. Außerdem soll das Unternehmen Auskunft darüber geben, inwieweit auch persönliche Daten europäischer Nutzer betroffen waren.

Kritik von Werbekunden

Gleichzeitig sieht sich Facebook nach der Empörung der Nutzer und von Seiten der Politik jetzt auch mit der Kritik der Werbekunden, konfrontiert. Diese beklagen sich schon seit längerem über die Intransparenz von Google und Facebook. Nach dem Datenklau durch Cambridge Analytica ist der Ton nun schärfer geworden. Sie drohen damit, keine Werbung mehr auf Facebook zu schalten. Einige, z. B. die Commerzbank oder Mozilla, haben ihre Werbung bereits eingestellt.

Das könnte für das Unternehmen, dessen Umsätze fast zu 100 % mit Werbung erzielt werden, erhebliche finanzielle Konsequenzen haben. Die Betonung liegt auf könnte. Denn natürlich profitiert nicht nur Facebook von den Werbeanzeigen, sondern auch das werbende Unternehmen. Es gibt kaum eine andere Plattform, auf der so viele potentielle Kunden aller Zielgruppen erreicht werden können wie über Facebook. Insofern ist diese Drohung noch kein Grund zur Panik.

Wesentlich problematischer wäre jedoch eine Verschärfung der Gesetze bzgl. der Datensammlung. So hat die US-Verbraucherschutzbehörde FTC (Federal Trade Commission) Ermittlungen eingeleitet. Darüber hinaus müssen die Verantwortlichen von Alphabet (Google), Twitter und Facebook am 10. April 2018 zu einer Anhörung vor dem Justizausschuss des US-Senats erscheinen. Sollte in Zukunft die Möglichkeit, Nutzerdaten auswerten zu dürfen, deutlich eingeschränkt werden, wäre das Ende dieses Geschäftsmodells in Sicht.

± 26.03. Donald Trump setzt CLOUD-Act in Kraft

Am 23. März 2018 hat der US-Präsident den lange umstrittenen CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act = Klärende gesetzmäßige Übersee-Datennutzungsverordnung) unterzeichnet. Dieser soll den Zugriff von US-Behörden und den Schutz von Daten im Ausland regeln, wobei von Schutz eigentlich nicht die Rede sein kann.

Ziel sind Abkommen zwischen den USA und anderen Ländern über die Zusammenarbeit von US-amerikanischen und ausländischen Strafverfolgungsbehörden. Dadurch erhielten die jeweiligen Behörden einen vereinfachten Zugriff auf Daten, die auf Servern außerhalb des eigenen Landes gespeichert sind. Der Umweg über teilweise langwierige Gerichtsverfahren, z. B. US-Behörden gegen Microsoft (seit 2013), entfiele.

Was bedeutet das?

Die EU-Datenschutzgesetze würden quasi ausgehebelt und die Bemühungen amerikanischer Unternehmen um mehr Vertrauen bei europäischen Kunden ad absurdum geführt.
Viviane Reding (ehemalige EU-Justizkommissarin) bringt es auf den Punkt:

Ein Datenzugriff in Europa ist mit der Grundrechte-Charta der Europäischen Union nicht vereinbar.

Die großen Unternehmen investieren seit einiger Zeit in den Bau von Servern in EU-Ländern. Microsoft baut beispielsweise Server in Deutschland, um den Kunden zu vermitteln, dass ihre Daten nach EU-Recht geschützt und dem direkten Zugriff durch US-Behörden entzogen sind. Zukünftig wäre diesen Behörden im Rahmen des CLOUD Acts trotzdem der Zugriff auf deine Mails erlaubt, unabhängig davon, ob sie auf Servern in den USA oder Europa gespeichert sind.

Deshalb überlege dir, ob du deine Daten nicht doch einem deutschen bzw. europäischen Cloud-Service und/oder E-Mail-Anbieter anvertrauen solltest.

± 24.03. Telegram meldet Nutzerzuwachs

Der Messenger-Dienst Telegram hat jetzt 200 Millionen monatlich aktive Nutzer und täglich kommen ca. 500 000 neue dazu.

Gleichzeitig bringt das März-Update den automatischen Nachtmodus auch für iOS. Außerdem wurde eine Suche im Sticker-Bereich hinzugefügt und es gibt neue Sticker-Pakete.

Mehr zu Telegram

± 23.03. Instagram ändert erneut Algorithmus

Zunächst war der Newsfeed bei Instagram chronologisch aufgebaut. Das heißt, nach dem Öffnen der App hast du zuerst die neusten Posts gesehen. 2016 änderte Instagram den Algorithmus und sortierte die Posts nach Relevanz. Das Verfahren führte zu heftigen Protesten seitens der Nutzer des Netzwerks.

Hierauf hat nun Instagram reagiert (Deutsche Übersetzung) und kehrt zwar nicht zur alten chronologischen Darstellung zurück, will aber ab heute die neusten Posts wieder priorisieren.

Basierend auf eurem Feedback nehmen wir Änderungen vor, um sicher zu stellen, dass neuere Post eher zuerst im Feed angezeigt werden. Diese Änderung wird deinen Feed auffrischen und du wirst für dich wichtige Moments nicht verpassen. Wenn also dein bester Freund ein Selfie aus seinem Australien-Urlaub teilt, wird es, wenn du aufwachst, auf dich warten.

Außerdem wird Instagram die automatische Aktualisierung des Feeds deaktivieren und stattdessen einen Neuere Posts-Button einführen.

Klicke den Button und du wirst zu den neuen Posts am Anfang des Feeds geleitet – – klicke ihn nicht und du bleibst, wo du bist. Wir hoffen, dass dies das Durchstöbern von Instagram wesentlich angenehmer macht.

± 22.03. Facebook und der Datenklau

Die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hat unrechtmäßig auf Nutzerdaten bei Facebook zugegriffen und diese ohne Wissen von Facebook und dessen Nutzern weitergeben. Die Informationen von 50 Millionen Nutzerprofilen sollen dann im Präsidentschafts-Wahlkampf von Donald Trump verwendet worden sein, um potentiellen Wählern gezielt Werbung zukommen zu lassen.

Inzwischen hat sich Mark Zuckerberg dazu Stellung genommen, indem er versprach, Nutzerdaten in Zukunft besser zu schützen. Der Vorfall tue ihm leid. Ob das zukünftig etwas ändert …?

Unabhängig davon, wie Cambridge Analytica an die Daten gekommen ist und was sie damit gemacht hat, ist das Thema Datenschutz bei Facebook ein Dauerbrenner. Dabei muss zwischen zwei Arten von Daten unterschieden werden. Zum einen die direkten Personen-bezogenen Daten wie Name etc. Zum anderen Interaktions-Daten wie Likes, Kommentare etc., auf die in diesem Fall zugegriffen wurde.

Weitergabe von Daten

Im ersten Fall darf es eigentlich auch bei Facebook keine Diskussion geben; diese Daten dürfen für Dritte nicht zugänglich sein. Etwas anders stellt sich die Sache für den zweiten Fall dar.Jedem, der sich bei Facebook anmeldet, muss klar sein, dass Facebook kein Wohlfahrtsunternehmen ist. Die Nutzung des Services ist zwar kostenlos, aber Facebook verdient an Werbung. Es geht dabei nicht nur um die bezahlten Werbeeinblendungen an sich, sondern darum, wem wann welche Werbung angezeigt wird. Und je mehr das Unternehmen über seine Nutzer weiss, desto optimaler kann es die Werbung schalten und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer auf diese Werbeanzeigen reagieren und die Kassen klingeln.

Dennoch sollte Facebook natürlich verhindern, dass diese Daten unkontrolliert und unrechtmäßig für Dritte verfügbar sind. Es ist zu befürchten, dass Aufrufen zum Verlassen von Facebook nur von wenigen befolgt werden. Der Druck des sozialen Umfelds dürfte zu groß sein und ähnliche Skandale z. B. bei WhatsApp haben auch nicht zu einer merklichen Verringerung der Nutzerzahlen geführt. Deshalb solltest du zumindest deine Einstellungen überprüfen (Details hierzu bei iMore / Englisch):

› Facebook
›› Einstellungen
››› Neben der Sicherheit und der Privatsphäre sind auch die Punkte
›››› Apps (Zugriff von Drittanbieter-Apps) sowie
››››› Werbeanzeigen (welche Werbung wirst du sehen) wichtig.

Momentan treten jedoch Probleme mit der Erreichbarkeit von Facebook auf.

± 21.03. Neues von der deutschen Telekom

Ab sofort kannst du im App Store über deine Mobilfunkrechnung bezahlen, sofern du einen Vertrag bei der deutschen Telekom hast. Dies gilt auch für Einkäufe im iTunes- und iBooks Store sowie für dein Apple Music Abonnement und das Aufstocken deines iCloud-Speicherplatzes.

Zum Einrichten dieser Art der Bezahlung gehst du in die …

› Einstellungen
›› Profil (Apple ID)
››› Zahlung und Versand
›››› Zahlungsmethode
››››› Sperr-Code eingeben
›››››› Zahlungsdetails: Zur Handyrechnung wechseln
››››››› Mobile Telefonnummer eingeben

Anschließend erhältst du einen Code per SMS, mit dem du diese Zahlungsmethode freischalten musst.

Bis zum 31. März 2018 schenkt dir die Telekom 300 MB zusätzliches Datenvolumen. Voraussetzung ist, dass du

… einen Telekom Mobilfunk-Vertrag mit Mindestvertragslaufzeit hast, der Datenvolumen zum Versurfen beinhaltet … Ausgenommen sind Business Tarife, reine Datentarife, CombiCards, Family Cards und Mobilfunk-Tarife, die vor 2011 abgeschlossen wurden.

Trifft dies zu, musst du nur noch die Telekom-App installieren (falls du das noch nicht getan hast) und auf der Startseite (Verbrauch & Kosten) den Button für das Geschenk anklicken. Alles weitere geht automatisch.

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