Oktober 2018 – Nachrichten | Internet und Mobiles im Klartext

Ausgewählte Nachrichten vom Oktober 2018 mit kurzen Erläuterungen und / oder einem Kommentar aus den Themenbereichen von ebblogs.

Oktober 2018 – Neuigkeiten

Internet- / Datensicherheit, Phishing, Apple – Mac (OS) – i (OS), Google (Android), Microsoft (Windows), Soziale Netzwerke / Messenger, Mobilfunk sowie Apps und mehr.

± Direkter Zugriff auf die Nachricht / »» eigene Beitragsseite

± 09.10. Der (langsame) Abschied von Google+

Das Aus des sozialen Netzwerks von Google+ wurde schon lange heraufbeschworen. Jedoch hat sich Google selbst nie dazu geäußert. Nun sorgte offensichtlich eine Daten-Panne dafür, dass das Unternehmen über die Zukunft von Google+ nachgedacht und eine Entscheidung getroffen hat.
Mittels einer Software-Lücke hatten App-Entwickler die Möglichkeit, auf private Nutzerdaten bei Google+ zuzugreifen. Hierzu gehörten alle im Profil angegebenen Informationen wie E-Mail-Adresse, Beruf etc. Nachdem Google das Leck im März 2018 entdeckt hatte, wurde es sofort geschlossen.

Google erklärte dazu

Wir haben einen Fehler in einer der Google+ APIs entdeckt:
Nutzer können ihren Freunden und Google+ Apps via API Zugang zu ihren Profil-Daten gewähren.
Der Fehler führte dazu, dass Apps auch Zugriff auf die Profil-Daten hatten, die mit dem Nutzer geteilt wurden, aber nicht als öffentlich gekennzeichnet waren. …

Gerade bei Google+ haben wir auf die Privatsphäre geachtet und deshalb die API Log-Daten nur zwei Wochen gespeichert. Das bedeutet, dass wir nicht sagen können, welche Nutzer betroffen waren. Potentiell könnten es bis zu 500 000 Konten gewesen sein. Unsere Analyse zeigte, dass bis zu 438 Anwendungen diese API hätten nutzen können.

Wir haben keinen Hinweis gefunden, dass die Entwickler diese Lücke kannten, die API missbraucht hätten und wir haben keinen Beweis dafür gefunden, dass Profil-Daten missbräuchlich verwendet wurden. …

Die Überprüfung zeigte deutlich die beträchtliche Herausforderung, die die Entwicklung und das Betreiben eines erfolgreichen Google+, das die Ansprüche der Kunden erfüllt, bedeutet. Diese Herausforderungen gegen die sehr niedrige Nutzung von Google+ abwägend, haben wir uns entschlossen, die Endkunden-Version von Google+ untergehen zu lassen.

Quelle: GOOGLE BLOG (Aus dem Englischen)

Dies wird aber nicht von heute auf morgen geschehen. Falls du Google+ nutzt, hast du noch bis zum August 2019 Zeit, deine Daten herunterzuladen und zu speichern.

± 07.10. Gravierende Fehler beim neusten Windows 10 Update

Am 3. Oktober hatte Microsoft begonnen, ein größeres Update für Windows 10 auszurollen. Dieses Update wurde nun gestoppt, da es bei einigen Nutzern größere Probleme verursacht hat.

Offensichtlich hat die Installation des Updates Dateien der Nutzer gelöscht. So berichten einige davon, dass bis zu 60 GB an Daten von der Festplatte verschwunden sind.

Stellungnahme von Microsoft

Wir haben mit der Verteilung des Windows 10 Oktober Updates (Version 1809) für alle Nutzer pausiert, da wir einzelnen Berichten von Nutzern, die einige Dateien nach dem Update vermissen, nachgehen.

Wenn du manuell nach Updates gesucht hast und glaubst, ein Problem mit fehlenden Dateien nach dem Update zu haben, beschränke die Nutzung deines betroffenen Geräts auf ein Minimum und kontaktiere uns direkt unter +1-800-MICROSOFT, oder finde eine Nummer in deiner Nähe https://support.microsoft.com/en-us/help/4051701/global-customer-service-phone-numbers.
Nutze alternativ ein anderes Gerät um uns unter https://support.microsoft.com/en-us/contactus/ (der Link variiert je nach Herkunftsland) zu kontaktieren.

Wenn du das Windows 10 Oktober Update manuell heruntergeladen hast, installiere es nicht, sondern warte bis ein neue Installationsdatei verfügbar ist.
Wir werden ein neues Update zur Verfügung stellen, wenn wir die Verteilung des Windows 10 Oktober Updates an die Nutzer fortsetzen.

Quelle: MICROSOFT (aus dem Englischen)

± 05.10. Facebook-Konto endgültig löschen

FacebookNicht zuletzt aufgrund der Datenskandale in den vergangenen Monaten beabsichtigt vielleicht der eine oder andere sich endgültig von Facebook zu verabschieden. Da sich die Begeisterung über einen solchen Entschluss bei dem sozialen Netzwerk in Grenzen hält, ist das nicht mit einem Klick und weg ist es getan.

Zunächst bietet dir Facebook nur das Deaktivieren deines Kontos an. Damit sind deine Daten aber nicht verschwunden, sondern nur nicht mehr für andere Nutzer einsehbar. Auch über den Facebook Messenger kannst du weiterhin kommunizieren.
Hast du Button zum Löschen endlich gefunden und angeklickt, ist immer noch nicht alles weg.

Bedenkzeit

Facebook hofft darauf, dass du deine Entscheidung gegen das Netzwerk doch noch änderst. Deshalb wurden dir bisher 14 Tage Bedenkzeit eingeräumt. Jetzt hat das Unternehmen diese Frist auf 30 Tage ausgedehnt.
Ein Sprecher von Facebook sagt dazu:

Wir haben kürzlich die Gnadenfrist für den Fall, dass du dich entscheidest dein Facebook-Konto zu löschen, von 14 Tagen auf 30 Tage erhöht. Wir haben Menschen gesehen, die versucht haben, sich nach der 14-Tage-Frist einzuloggen. Die Verlängerung lässt den Menschen mehr Zeit, eine wohl informierte Entscheidung zu treffen.

Quelle: THE VERGE (aus dem Englischen)

Drehst du das Rad während dieser Frist nicht zurück bzw. loggst dich erneut ein, werden alle deine Daten gelöscht und du kannst auch den Facebook Messenger nicht mehr nutzen. Allerdings kann es auch dann noch bis zu 90 Tagen dauern, bis alle Daten tatsächlich verschwunden sind.

Eine genaue Anleitung zum Löschen deiner Konten / Profile bei Facebook, Instagram, Twitter und Google+ findest du hier.

± 03.10. Oktober-Updates: Windows 10 und neue Office-Pakete

Microsoft hat in der Nacht zum 3. Oktober 2018 ein größeres Update für Windows 10 freigegeben. Sofern du automatische Aktualisierungen aktiviert hast, wirst du es ab dem 9. Oktober erhalten. Wann genau hängt davon ab, wann dein Gerät an deinem Standort an der Reihe ist.

Falls du nicht solange warten möchtest, kannst du es auch manuell herunterladen. Hierzu gibst du in das Suchfeld der Taskbar Nach Updates suchen (Check for updates) ein. Anschließend klickst du in dem sich öffnenden Fenster erneut auf Nach Updates suchen. Das Herunterladen und die Installation beginnt. Es sei denn, Microsoft stellt irgendwelche Kompatibilitätsprobleme fest. Dann wird das Update erst installiert, wenn die Probleme behoben sind.

Unabhängig davon, welche Methode du wählst, solltest du dein Gerät vorbereiten.
In einem Beitrag der PCWELT findest du hierzu einige nützliche Tipps.

Was ist neu?

Neben einigen technischen Änderungen enthält das Update Verbesserungen beim Notepad, bei der Suche, im Taskmanager und in der Spielleiste. Außerdem wird Swiftkey in die virtuelle Windows-10-Tastatur integriert.

Darüber hinaus hast du über die Your Phone App Zugriff auf Fotos und Texte auf deinem Android-Smartphone und kannst diese auf deinen PC ziehen sowie SMS von deinem Smartphone auf dem PC ansehen, senden und erhalten. iPhone-Nutzer können Webseiten auf dem iPhone aufrufen, an den PC senden und dort weiterlesen.
Bisher gab es die Timeline nur auf dem PC. Jetzt kannst du diese Funktion auch auf deinem Smartphone oder Tablet nutzen.

Last but not least hat Microsoft seine Aufgaben-App ToDo und Outlook aufpoliert und besser in das Gesamtsystem integriert. Außerdem wurden noch einige weitere Tools optimiert.

Weitere Details bei MICROSOFT (Englisch)

Office 2019 – Office 365

Ohne Office kannst du mit einem Windows-Computer nicht allzu viel anfangen. Microsoft bietet zwei Programm-Modelle an – Office 2019 und Office 365.

Eine Dauerlizenz für Office Home & Business 2019 kostet einmalig 299,00 Euro. Diese Lizenz gilt für einen PC oder Mac und du kannst sie auch gewerblich nutzen. Enthalten sind die Voll-Versionen von Outlook, Word, Excel, PowerPoint und OneNote sowie 60 Tage Support. Jedoch fehlen automatischen Updates sowie der Zugriff auf sonstige Dienste von Microsoft oder Anwendungen für mobile Geräte. Wenn eine neue Version erscheint, musst du gegebenenfalls wieder ein neues Paket kaufen.
Office Home & Student 2019 bekommst du für einen PC für 149,00 Euro (Einmalzahlung). Das Paket enthält dieselben Anwendungen wie oben und es gelten dieselben Einschränkungen. Außerdem gilt diese Lizenz nur für die private Nutzung.

Um Office 365 verwenden zu können, musst du ein Abonnement abschließen. Dieses erneuert sich jährlich automatisch, sofern du es nicht rechtzeitig kündigst.
Beide Varianten enthalten die Voll-Versionen von Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher und Access (die beiden letzten nur für PCs). Außerdem Speicherplatz in der OneDrive-Cloud, Skype (60 Gesprächsminuten inklusive), Outlook.com Security, Microsoft Support sowie automatische Updates auf die neuste Version.
Nachdem du das Abonnement abgeschlossen hast, kannst du das Paket auf mehreren PCs / Macs und mobilen Geräten verwenden.

Für den privaten Bereich bietet Microsoft folgende Varianten an:
Office 365 Personal kostet 69,00 Euro pro Jahr und darf nur von einer Person auf einem PC oder Mac, einem Tablet und einem Smartphone genutzt werden.
Möchtest du dein Abonnement mit bis zu 5 weiteren Personen teilen, zahlst du für Office 365 Home 99,00 Euro pro Jahr. Dann könnt ihr Office auf 5 PCs oder Macs, 5 Tablets und 5 Smartphones verwenden. Es ist möglich, diese Variante einen Monat kostenlos zu testen.

Mehr zu ToDo von Microsoft

± 02.10. Standard-Suchmaschine bei Safari / Probleme bei den XS-Modellen

iOS Mac OSUrsprünglich nutzte Apple Bing als Suchmaschine im Safari-Browser und in anderen Anwendungen. Dann wechselte das Unternehmen zu Google als Standard-Suchmaschine für Safari.

Wie es aussieht wird Apple auch in Zukunft auf Google setzen. Diese Bevorzugung lässt sich Google ca. 9 Milliarden Dollar kosten. Falls die Verkaufszahlen bei Apple Produkten wie bisher stetig steigen, wird Google 2019 wohl noch ein paar Dollar drauflegen müssen.

Obwohl Google als Standard voreingestellt ist, kannst du das ändern. Zwar ist die Auswahl ist nicht so groß wie bei anderen Browsern, aber es gibt drei Alternativen.

Desktop
› Safari öffnen
›› Task-Leiste: Safari
››› Einstellungen
›››› Allgemein
››››› Suchmaschine: Google – Bing – Yahoo – DuckDuckGo auswählen
Mobil
› Geräte-Einstellungen
›› Safari
››› Suchmaschine: Haken bei Google – Yahoo – Bing oder DuckDuckGo setzen.

Für Suchen über andere Anwendungen wie beispielsweise Siri verwendet Apple immer noch Bing.

iPhone XS und XS Max

Mit zunehmender Anzahl an iPhone XS / XS Max Besitzern tauchen auch vermehrt Berichte über die ersten „Kinderkrankheiten“ auf. Zum einen beklagen sich viele über ein merkwürdiges Verhalten der Kamera. So sehen mit der Frontkamera aufgenommen Portraits seltsam weichgespült aus, obwohl kein entsprechender Filter angewendet wurde bzw. gar nicht vorhanden ist.

Zum anderen unterstützten die beiden Geräte momentan wohl keine Push-TANs, die für das Abwickeln von Online-Bankgeschäften unverzichtbar sind. Zumindest tritt dies bei Verwendung der Sparkassen- und DKB-App auf.

Außerdem scheint der Empfang (mobil und WLAN) schlechter als bei anderen iPhones zu sein. Bei solchen Top-Geräten ist eine schwache Empfangseigenschaft natürlich besonders ärgerlich.

Ladeprobleme

Ein weiterer Fehler betrifft das Laden. Normalerweise beginnt der Ladevorgang sobald das Gerät per Kabel mit einer Stromquelle verbunden ist. Beim iPhone XS / XS Max beginnt er jedoch erst, wenn das Display eingeschaltet wurde und bricht u. U. wieder ab, sobald das Display ausgeht.

Auch bei älteren iPhones setzt nach dem Update auf iOS 12 der Ladevorgang häufig erst nach Einschalten des Displays ein. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass es sich in diesem Fall nicht um einen Hardware—/Akku-Fehler der neuen iPhones handelt. Er dürfte wohl auf die neue System-Software zurückzuführen sein. Angeblich soll iOS 12.1 das Problem beseitigen. Wann das Update verteilt wird, ist noch nicht bekannt.

Quelle: GOLEM

± 01.10. Apple stellt Affiliate Programm für Apps ein

iOS Mac OSBereits im August hatte Apple den Umbau des App Stores und damit verbundene Neuerungen angekündigt. Nachdem MacOS Mojave und iOS 12 ausgeliefert wurden, tritt ab heute eine wichtige Änderung für Teilnehmer am Affiliate Programm von Apple in Kraft. Das Unternehmen stellt das Affiliate Programm für Apps ein.

Vielen Dank für die Teilnahme am Affiliate Programm für Apps. Mit der Einführung des neuen App Stores für iOS und MacOS und ihrer erweiterten Methoden Apps zu entdecken, werden wir Apps aus dem Affiliate Programm entfernen. Ab dem 1. Oktober 2018 werden Vermittlungsprovisionen für iOS und Mac Apps und In-App-Inhalte aus dem Programm herausgenommen. Alle anderen Inhalts-Typen (Musik, Filme, Bücher und TV) verbleiben im Affiliate Programm.

Quelle: APPLE (aus dem Englischen)

Was bedeutet Affiliate?

Affiliate Programme ermöglichen es beispielsweise Bloggern, spezielle Werbe-Links für Produkte anderer Unternehmen in ihre Webseite einzubauen. Interagiert ein Besucher der Webseite mit dem Link, profitiert auch der Blogger davon.

Das Affiliate-System stellt eine weitverbreitete internetbasierte Vertriebslösung dar, bei der der Anbieter eines Produktes oder einer Dienstleistung seinen Vertriebspartner, den Affiliate, bei Erfolg mit einer Provision vergütet.

Quelle: GRÜNDERSZENE

Konditionen

Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen, die Affiliate Programme anbieten. Eines der bekanntesten ist wohl Amazon. Dabei sind die genauen Konditionen und Zahlungsmodalitäten je nach Programm-Anbieter unterschiedlich.

Beim Modell Cost-per-Click bekommt der Affiliate bereits eine Provision, sobald ein Besucher den Link anklickt.

Daneben gibt es auch die Varianten Cost-per-Lead, Cost-per-Order und Cost-per-Sale. Während im ersten Fall der Anbieter des Produkts pro Download oder Kontaktaufnahme mit ihm zahlt, verdient der Affiliate bei den beiden letzten Modellen erst dann, wenn der weitergeleitete Kunde auch das Produkt bestellt oder kauft. Grundsätzlich ist dieses System für beide Partner interessant. Die Anbieter von Produkten erreichen mehr potentielle Kunden und der Affiliate erzielt (zusätzliche) Einnahmen mit seiner Webseite.

Unabhängig von Partnern und Konditionen müssen Blogger / Webseiten-Betreiber Affiliate Links innerhalb ihrer Texte deutlich kennzeichnen bzw. am Anfang / Ende ihres Beitrags darauf hinweisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.