September 2018 – Nachrichten | Internet und Mobiles im Klartext

Ausgewählte Nachrichten vom September 2018 mit kurzen Erläuterungen und / oder einem Kommentar aus den Themenbereichen von ebblogs.

September 2018 – Neuigkeiten

Internet- / Datensicherheit, Phishing, Apple – Mac (OS) – i (OS), Google (Android), Microsoft (Windows), Soziale Netzwerke / Messenger, Mobilfunk sowie Apps und mehr.

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± 25.09. Gründer von Instagram steigen bei Facebook aus

Facebook… oder die „nächsten Ratten“ verlassen das sinkende Schiff.
Den Anfang machte Jan Kaum, Gründer von WhatsApp. Unter anderem war er mit den Plänen Facebooks, mit WhatsApp mittels Werbung endlich Geld zu verdienen, nicht einverstanden. Außerdem sah er den Umgang des Mutterunternehmens mit Nutzerdaten als kritisch an.

Nun folgen Kevin Systrom und Mike Krüger. Diese hatten 2010 Instagram ins Leben gerufen. Die Plattform zum Teilen von Fotos legte quasi einen Raketenstart hin. 2012 hatte das Unternehmen zwar nur 13 Mitarbeiter, aber bereits 30 Millionen Nutzer. Die Gründer verkauften Instagram für 1 Milliarde Dollar an Facebook. Gegenüber dem Preis, den Facebook für WhatsApp zahlte (19 Milliarden Dollar) waren das fast Peanuts. Inzwischen hat Instagram 1 Milliarde aktive Nutzer pro Tag. Wie Jan Koum wurden auch Kevin Systrom und Mike Krieger von Facebook übernommen und betreuten „ihr Produkt“ weiter unter dem Dach von Facebook.

Quelle: THE NEW YORK TIMES

Der Abschied

Gestern haben sie nun ihre Kündigung bekannt gegeben:

Wir planen eine Auszeit, um unsere Neugier und Kreativität wieder zu entdecken. Neue Dinge aufzubauen macht es erforderlich, einen Schritt zurück zu machen, zu verstehen, was uns inspiriert und das mit dem zu Verbinden, was die Welt braucht; das ist es, was wir vorhaben.

Quelle: INSTAGRAM INFO CENTER (aus dem Englischen)

Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, wünschte ihnen alles Gute und sagte, er freue sich auf das, was sie als nächstes aufbauen werden.

Das kann auch als „wegloben“ verstanden werden. Denn schon seit einiger Zeit ist von Meinungsverschiedenheiten zwischen den Instagram-Gründern und Mark Zuckerberg die Rede. Wie bei WhatsApp scheinen auch hier die unterschiedlichen Pläne für die Zukunft von Instagram eine Rolle gespielt zu haben.

Und diese Zukunft hat wohl schon begonnen. Einerseits gab es in den letzten Wochen zwar einige interessante neue Features. Anderseits aber auch zunehmend mehr Werbung, was genau zur „Philosophie“ von Facebook passt.

± 21.09. Verstärkte Kontrollen bei Spotify-Familien-Abos

Musik-Streaming SpotifyZweifellos ist Premium Family von Spotify mit 14,99 Euro pro Monat ein sehr interessantes Angebot. Spotify definierte auch bisher schon genau, was unter „Familie“ zu verstehen ist.

Für alle Nutzer eines solchen Abos gelten folgende Bedingungen:
• Alle Nutzer haben die gleiche Anschrift.
• Die Nutzer haben das Mindestalter und erfüllen alle anderen Anforderungen, die in unseren Nutzungsbedingungen* stehen.

*Darüber hinaus besagen die Nutzungsbedingungen: Um eines der Angebote von Spotify zu nutzen,

(1) müssen Sie 18 Jahre alt oder älter sein oder 16 Jahre alt oder älter sein und das Einverständnis Ihrer Eltern oder Ihres Vormunds zu den Vereinbarungen besitzen,
(2) müssen Sie befugt sein, einen rechtsverbindlichen Vertrag mit uns abzuschließen und dürfen nicht aufgrund anwendbarer gesetzlicher Bestimmungen daran gehindert sein, und
(3) müssen Sie in Deutschland ansässig sein. Sie sichern außerdem zu, dass alle Angaben, die Sie im Rahmen der Registrierung an Spotify übermitteln, wahr, richtig und vollständig sind und Sie verpflichten sich, dies zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen.

Dennoch haben viele Nutzer ihr Konto beispielsweise mit Freunden geteilt. Unter Umständen haben sie zu diesem Zweck eine falsche Adresse angegeben.

Missbräuchliche Nutzung

Dieser Mogelei möchte Spotify Einhalt gebieten. Deshalb erhältst du nach der Anmeldung eine E-Mail, in der du deine Wohnadresse bestätigen musst. Dasselbe gilt für alle „Familien-Mitglieder“.
Bestätigst du deine Adresse nicht oder kann Spotify diese per GPS oder IP-Adresse nicht verifizieren, endet dein Abonnement automatisch. Anschließend hast du nur noch ein kostenloses Konto oder musst ein Premium Einzel-Abo abschließen.

Ähnliches gilt, wenn der Inhaber des Familien-Abos wechseln soll oder sich deine Wohnadresse ändert.

Es ist nicht möglich, den Inhaber eines bestehenden Premium Family Abos zu ändern. Der aktuelle Inhaber muss zuerst das Abo kündigen. Nachdem alle Konten zum nächsten Abrechnungsdatum wieder auf unseren kostenlosen Dienst mit Werbeunterbrechungen umgestellt wurden, kann ein neuer Inhaber ein neues Abo abschließen.

Es ist nicht möglich, die Anschrift für ein bestehendes Premium Family Abo zu ändern.
Wenn du umziehst oder die Anschrift aus Versehen falsch angegeben hast, musst du ein neues Konto erstellen und für dieses Konto ein Premium Family Abo abschließen. Vergiss nicht, vorher das Abo in deinem bisherigen Konto zu kündigen und dich auf allen Geräten abzumelden.

Quelle: SPOTIFY SUPPORT

Mehr zu Spotify

± 20.09. Warnung vor Spams mit dubiosen Anhängen

E-MailAktuell hat das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) über Twitter vor einer Spam-Welle gewarnt.

Abgesehen von einer sehr obskuren Absende-Adresse ist der eigentliche Text der E-Mails unpersönlich und eher unspektakulär. Er enthält lediglich die Aufforderung, weitere Details dem Anhang zu entnehmen. Und dieser Anhang hat es in sich. Öffnest du die im Dokumenten- (.doc) oder .rtf Rich Text Format (.rtf) erstellte Datei, lädt dein Gerät über eine Kurz-URL (z. B. bit_ly) Schadsoftware nach.

Quelle: BSI_Presse

Spams

Zunächst sind Spams einfach massenhaft und wahllos versandte Nachrichten. Diese werden sowohl über soziale Netzwerke als auch über Messenger, E-Mail-Dienste oder auch die Kommentarfunktion von Webseiten verbreitet. Meistens sind sie einfach nur lästig.

In Fällen, wie dem oben erwähnten, steht dahinter jedoch eine kriminelle Absicht. Einerseits können Spams genau wie Phishing-E-Mails dem Abgreifen persönlicher Daten dienen. Andererseits animieren sie die Empfänger dazu, unbemerkt Malware (mit Viren infizierte Programme oder Trojaner) auf ein Gerät herunterzuladen / dort zu installieren.

Mehr zum Thema Phishing und zu Internet-Kriminalität.

± 19.09. Neues iPhone-Top-Modell zu teuer für Vodafone?

iOS Mac OSWie jedes Jahr beginnt auch 2018 wieder pünktlich Mitte September das große Stöhnen. Zu teuer! Richtig, die Rede ist von den neuen iPhones.

Nun bläst auch Vodafone in dasselbe Horn. Es kündigt alle „Jedes Jahr das neuste Top-Modell für 1 Euro“-Verträge. Der nächste Aufschrei … Doch was sich so dramatisch anhört, dürfte die große Mehrheit der Vodafone-Kunden gar nicht betreffen. Die Aussage eines Sprechers von Vodafone gegenüber BILD

Aufgrund der stark gestiegenen Geräte-Preise vieler Hersteller war das Angebot mit jährlich neuem Highend-Smartphone wirtschaftlich nicht mehr abbildbar.

bezieht sich lediglich auf einen bestimmten Tarif: Die Family & Friends-Variante bei Vodafone Black für 200 Euro pro Monat.

Quelle: FOCUS

Telekom und o2 haben sich diesbezüglich noch nicht öffentlich geäußert. Natürlich ist davon auszugehen, dass Tarife mit Top-Smartphone teurer werden. Objektiv betrachtet ist das gängige Praxis in allen Wirtschaftsbereichen. Wer hat schon etwas zu verschenken?

Hohe Preise für iPhones

Zugegeben, ein iPhone XS Max mit 512 GB für 1649,00 Euro ist schon eine Hausnummer. Jedoch ist das auch die absolute Luxusvariante. Es geht schon noch günstiger.

iPhone XR XS XS Max
849,00 Euro (64 GB)
909,00 Euro (128 GB)
1019,00 Euro (256 GB)
1149,00 Euro (64 GB)
1319,00 Euro (256 GB)
1549,00 Euro (512 GB)
1249,00 Euro (64 GB)
1419,00 Euro (256 GB)
1649,00 Euro (512 GB)

Zumindest drei Geräte liegen im Bereich der Top-Modelle der Hersteller von Android-Geräten. Das Jammern über deren Preise geht gegen Null. Davon abgesehen waren iPhones noch nie Geräte für die breite Masse. Sie spielten schon immer in der „Luxus-Liga“.

Während eines Interviews bei „Google Morning America“ erklärte Tim Cook, CEO von Apple:
Und wenn du es recht betrachtest, ersetzt das Telefon deine Digitalkamera, deine Videokamera, deinen Musik-Player, es ersetzt alle diese unterschiedlichen Geräte. Und so ist das Produkt wohl wirklich wichtig und wir fanden Menschen, die das innovativste Produkt auf dem Markt haben wollen und es ist nicht billig dies zu tun. (aus dem Englischen)

Weiter sagte er in einem Interview mit Nikkei Asian Review, Apple sei überzeugt, dass es stets Menschen gebe, die für ein hohes Maß an Innovationsfreudigkeit und Werthaltigkeit auch einen vernünftigen Preis zu zahlen bereit sind.

Quelle: APFELEIMER und MACNOTES

Also was soll die laute Kritik an Apple. Andere Hersteller von luxuriösen Produkten werden ja auch nicht wegen ihrer Preise an den Pranger gestellt. Oder hast du in den Netzwerken schon einmal Klagen über die 33 400 Euro, die du für die neuste Uhr von Rolex zahlen sollst, gelesen?

± 18.09. Die meisten Deutschen vertrauen den Internet-Riesen nicht

… aber die wenigsten ziehen daraus ihre Konsequenzen.
Nach einer Umfrage im Auftrag von Next Conferenz setzen nur 1,4 % starkes Vertrauen in Google, Facebook und Amazon. 41,2 % vertrauen ihnen gar nicht und 38,6 % nur wenig. Somit ist also nur etwa ein Fünftel mit der Arbeitsweise dieser Konzerne einverstanden oder hat gar keine Meinung dazu.

Quelle: PRESSFROM

Demgegenüber zeigt ein Blick auf die Nutzerzahlen der jeweiligen Angebote ein völlig anderes Bild.

Das Reich von Google

85,78 % der Internet-Nutzer suchen mit Google auf dem Desktop; mobil sind es sogar 98,39 %. Dafür verwendet fast die Hälfte (41,42 %) den Chrome-Browser. Außerdem arbeiten 69,08 % der mobilen Geräte mit dem Android-Betriebssystem.
Darüber hinaus gibt es noch die Google-Dienste – einige Beispiele: So sind 6 Millionen regelmäßig auf YouTube und 600 000 bis 6 Millionen auf G+ aktiv. Gmail vertrauen mehr als 4 Millionen ihren Schriftverkehr an und 3 Millionen senden und erhalten Kurznachrichten über Hangout.

Facebook und Töchter

Besonders stark in der Kritik stehen Facebook und WhatsApp. Aber auch hier sagen die Zahlen etwas anderes. Ersteres hat zwar in den letzten Monaten einige Nutzer verloren, 30 Millionen halten dem Dienst aber immer noch die Treue. WhatsApp bringt es sogar auch 37 Millionen aktive Nutzer. Da fallen die 9 Millionen Nutzer des Facebook Messengers und die 17 Millionen bei Instagram schon fast nicht mehr ins Gewicht.

Amazon und Ebay

Ähnlich hohe Zahlen kann Amazon mit 44 Millionen Kunden in Deutschland, davon 17,6 Millionen mit Prime-Abonnement, vorweisen. Die Anzahl der Käufer und Verkäufer bei Ebay, das zwar nicht Gegenstand der o. g. Studie war, entspricht mit 17 Millionen in etwa den Prime-Kunden von Amazon.

Quellen der Daten: SEO-SUMMARYSTETICKONTO4

(Die Zahlen beziehen sich auf 2017 oder 2018, verändern sich jedoch täglich.)

Konsequenzen?

Wie sich recht eindeutig zeigt, besteht ein starkes Missverhältnis zwischen der Meinung über ein Unternehmen und dem Umgang mit demselben.
In einem ist sich die Mehrheit einig, dem Ruf nach den Behörden. 79,2 % sind der Ansicht, die Internet-Konzerne sollten stärker reguliert werden. Fragt sich, warum immer zuerst „der Staat“ eingreifen soll? Warum verhalten sich die Nutzer selbst nicht als „mündige Bürger“, die sie ja wohl sein wollen?

Zwar sagen auch 79,3 %, dass die Kunden ihre Macht gegenüber den Unternehmen stärker nutzen und zu einem anderen wechseln sollten, doch i. d. R. tun sie es nicht. Als Begründung dafür wird von 27,1 % Gewohnheit/Bequemlichkeit angeführt. Obwohl nur ca. 20 % keine Bedenken hatten (s. o.), sehen aber 28,4 % keinen Grund für einen Wechsel.

Noch erstaunlicher ist, dass immerhin 13,9 % angaben, keine anderen Anbieter zu kennen. Na dann sollten sie vielleicht nach einem anderen Browser, E-Mail-Dienst oder Messenger „googeln“. Aber bitte schon mal in den Browser-Einstellungen die Suchmaschine wechseln. Chrome bietet zwar alternativ nur Bing oder Yahoo an, bei Firefox gibt es aber beispielsweise auch DuckDuckGo oder Ecosia.

»» 17.09. iOS 12 System-Update | Installation – Features – Geräte

»» 15.09. Phishing-E-Mails vom 10. bis 15. September 2018

»» 14.09. eSIM-Karte | Langsamer Start in Deutschland

± 13.09. Kompromisslösung beim EU-Urheberecht

GesetzeGestern hat das EU-Parlament den überarbeiteten Regelungen des EU-Urheberrechts mit 438 zu 266 Stimmen (39 Enthaltungen) zugestimmt. Die wichtigsten Änderungen in Stichworten:

1. Sowohl Künstler, Musiker, Darsteller als auch Schriftsteller und Journalisten soll in Zukunft für ihre Arbeit bezahlt werden. Insbesondere für Journalisten oder Redakteure gilt, dass die Bezahlung ihnen selbst zugute kommen muss und nicht den jeweiligen Presseunternehmen.

2. Von der Pflicht zur Vergütung betroffen sind Plattformen wie Facebook oder YouTube sowie beispielsweise Google News und andere Nachrichten-Sammeldienste. Gleichzeitig sollen kleine oder Mikro-Plattformen (zunächst) außer vor bleiben.

3. Unter diese Copyright-Regelung fallen nicht nur als Ganzes geteilte Beiträge, sondern auch kurze Textabschnitte (Snippets). Ausgenommen sind Hyperlinks mit einer selbst verfassten Kurzbeschreibung. Diese können auch weiterhin frei geteilt werden.

4. Die Plattformen müssen dafür sorgen, dass die neuen Vorschriften eingehalten werden. Dafür sollen Mitarbeiter (nicht Algorithmen) die Veröffentlichungen und etwaige Copyright-Ansprüche überprüfen, um die Gefahr einer unberechtigten Löschung von geteilten Beiträgen möglichst zu minimieren.

Fazit

Axel Voss (Berichterstatter, EPP) äußerte sich dazu wie folgt:

Ich bin überzeugt, dass sobald sich der Staub gelegt hat, das Internet so frei sein wird, wie es heute ist; Urheber und Journalisten werden eine faireren Anteil an den Einkünften aus ihrer Arbeit erhalten und wir werden uns wundern, was die ganze Aufregung sollte.

Quelle: European Parliament (aus dem Englischen)

Einerseits ist es zu durchaus zu begrüßen, dass durch Copyright geschützte Werke nicht mehr unkontrolliert im Internet verbreitet werden, ohne dass deren Urheber entsprechend entlohnt werden.
Andererseits befürchte nicht nur ich, dass gerade Google, Facebook und Co. der Aufwand zu groß ist und sie deshalb viele Werke von vornherein ignorieren. Der viel diskutierte Upload-Filter kommt – nicht – oder doch. Nur eben durch die Hintertür.

± 12.09. Neue Spam-Welle schwappt über WhatsApp

Dass der weitverbreitete Messenger WhatsApp auch bei Spammern bzw. Absendern fragwürdiger Nachrichten sehr beliebt ist, ist nichts Neues. Meistens laufen diese Attacken wellenförmig ab. Über einen bestimmten Zeitraum wirst du zugemüllt und dann ist wieder einige Tage / Wochen Ruhe.

Jetzt scheint wiedermal eine Welle anzurollen. Innerhalb der letzten Tage sind zwei Arten betrügerischer Nachrichten aufgefallen.

Warnungen

Angeblich sind in Video-Dateien Viren versteckt. Du sollst möglichst viele deiner Kontakte davor warnen, indem du die Nachricht weiterschickst. Außerdem gibt es noch die Porno-Variante. Hierbei sollst du eine App herunterladen, die dein Gerät nach pornografischen Inhalten durchsucht und diese entfernt. Anschließend hättest du wieder mehr Platz auf deinem Gerät. Auch das ist natürlich kompletter Blödsinn.

Gewinnspiele

Besonders beliebt sind Nachrichten mit einem Gewinnversprechen. Hierzu sollst du einen in der Nachricht enthaltenen Link anklicken. Dieser führt natürlich nicht zu deinem Gewinn, sondern zu einer Webseite. Dort klingeln entweder bereits beim Anklicken der Seite die Kassen der Urheber. Oder sie dienen dem Sammeln von Daten. Dein Gewinn wäre dann jede Menge unerwünschte Werbung.

Die neuste Variante möchte dich zum Herunterladen animierter Emojis verleiten:

„Kraaasss! es gibt jetzt Emojis, die sich bewegen! Schalte jetzt die neuen beweglichen Emojis frei! http://getemoji.de/2016/“

Klickst du auf den Link, musst du die Nachricht zunächst mit mindestens 13 Kontakten und / oder 3 Gruppen teilen. Anschließend werden keine Emojis heruntergeladen, sondern du wirst auf verschiedene Drittanbieter-Seiten weitergeleitet. Und mit jeder Weiterleitung schließt du ein kostenpflichtiges Abo ab. Die Kosten erscheinen dann auf deiner Mobilfunk-Rechnung bzw. verringern dein Prepaid-Guthaben.

Quelle: t-online.de

± 11.09. Das Betreiben einer Facebook-Fanpage ist rechtswidrig

FacebookSpätestens seit Inkrafttreten der EU-DSGVO am 25. Mai 2018 bewegten sich Betreiber einer Fan-Seite bei Facebook in einer Grauzone. Artikel 26 (1) DSGVO bestimmt:

Legen zwei oder mehr Verantwortliche gemeinsam die Zwecke der und die Mittel zur Verarbeitung fest, so sind sie gemeinsam Verantwortliche. Sie legen in einer Vereinbarung in transparenter Form fest, wer von ihnen welche Verpflichtung gemäß dieser Verordnung erfüllt, insbesondere was die Wahrnehmung der Rechte der betroffenen Person angeht, und wer welchen Informationspflichten gemäß den Artikeln 13 und 14 nachkommt …

Um eine Facebook Fanpage rechtskonform zu betreiben, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Sowohl der Betreiber der Fanpage als auch Facebook müssen die Vorschriften der DSGVO umsetzen.
2. Beide Beteiligten müssen eine Vereinbarung treffen bzw. einen Vertrag abschließen, aus dem klar hervorgeht, wie die Pflichten aus der DSGVO erfüllt werden.

Aktueller Stand

Auch 3 Monate nach einem diesbezüglichen Urteil des Eu-GH hat Facebook nur wenig getan, seinen Umgang mit Nutzerdaten an die Regelungen der DSGVO anzupassen. Von echter Transparenz ganz zu schweigen. Dementsprechend erhalten auch Betreiber einer Fanpage keine Auskünfte über die Erfassung und Verarbeitung der Daten.

Am 5. September 2018 hat die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) entschieden:

Auch Fanpage-Betreiberinnen und Betreiber müssen sich ihrer datenschutzrechtlichen Verantwortung stellen. Ohne Vereinbarung nach Art. 26 DSGVO ist der Betrieb einer Fanpage, wie sie derzeit von Facebook angeboten wird, rechtswidrig.

Schlussfolgerung

Selbst wenn Facebook die DSGVO endlich umsetzen würde, wäre es fraglich, ob ein erfolgreicher Vertragsabschluss zustande käme. Möglicherweise würde das mit größeren Unternehmen gelingen. Diesbezügliche Anfragen von kleineren Unternehmen oder weniger prominenten Einzelpersonen dürften jedoch ins Leere laufen.

Mir ist es zumindest mit Google so ergangen. Auch 5 Monate nach der Bitte um Unterzeichnung der Vereinbarung zur Verwendung von Google Analytics habe ich den Vertrag nicht zurück erhalten. Folglich habe ich das Tool auf meiner Webseite entfernt. Meine Facebook-Unternehmensseite habe ich bereits Ende Mai aufgegeben. Schon damals hatte ich Zweifel daran, ob sich Facebook überhaupt jemals an die DSGVO halten und den Ausführungsbestimmungen folgen würde.

»» 10.09. Windows 7 | Warum der Abschied so schwer fällt

»» 08.09. Phishing-E-Mails vom 02. bis 08. September 2018

± 07.09. Apple darf Shazam übernehmen

Musik-Streaming SpotifyEnde 2017 hatte Apple bekannt gegeben, Shazam kaufen zu wollen.

Durch die Übernahme dieses Dienstes möchte Apple seine eigene Musik-App auf iPhones optimieren, um noch konkurrenzfähiger gegenüber Spotify zu sein. Jedoch hatten einige EU-Länder, z. B. Frankreich und Schweden, kartellrechtliche Bedenken. Sie befürchteten, Apple könnte die Übernahme dazu nutzen, andere Wettbewerber aus dem Markt zu drängen.

Shazam

Shazam ist ein Musik-Erkennungs-Dienst. Wenn du im Radio oder in deiner Umgebung einen Song hörst, der dir gefällt, klickst du auf die App. Daraufhin teilt diese dir den Titel und den Interpreten des Musikstücks mit. Anschließend hast du die Möglichkeit den Song über deine Musik-App zu hören und ihn in eine deiner Playlisten zu übernehmen. Darüber hinaus kannst du deinen Lieblingskünstlern folgen und die Shazam-Charts durchsuchen.

Entscheidung

Nun hat die EU-Wettbewerbskommission Apple grünes Licht für die Übernahme gegeben. EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager äußerte gegenüber Reuters:

Nach sorgfältiger Analyse von Shazams Nutzer- und Musikdaten stellten wir fest, dass ihre Übernahme durch Apple den Wettbewerb auf dem digitalen Musik-Streaming-Markt nicht einschränken würde.
Daten sind der Schlüssel der digitalen Wirtschaft. Deshalb müssen wir alle Transaktionen, die zu einem Erwerb wichtiger Datenpakete einschließlich potentiell kommerziell sensibler Daten führen könnten, sorgfältig prüfen.
(Aus dem Englischen)

»» 06.09. TLS-Zertifikate von Symantec – ein Problem

»» 05.09. Aktualisierung des Chrome Browsers

»» 04.09. 20 Jahre Google – Ein Siegeszug um die Welt

± 03.09. Öffi - Die Fahrplanauskunfts-App ist zurück im Play Store

App TestsNachdem die sehr beliebte und mit sehr gut bewertete App Öffi monatelang nicht mehr im Play Store vorhanden war, ist sie jetzt wieder da. Schuld an der Abwesenheit war Google.

Das Unternehmen hinter dem Play Store hatte offensichtlich Anstoß an einem bestimmten Teil des Codes der App genommen. Dieser Code-Schnipsel betraf einen Spenden-Button, der jedoch in der App nicht auftauchte. Google war das egal und es beharrte darauf, dass der Entwickler damit gegen die Richtlinien für den Play Store verstieße.

Obwohl der Entwickler umgehend den Code der App entsprechend den Vorstellungen von Google änderte, dauerte es noch mehrere Wochen, bis die App zurück kam. Zum einen wird vermutet, dass Google als Strafmaßnahme zunächst eine mehrwöchige Sperre eingerichtet hatte. Zum anderen mahlen die Mühlen bei Google eher langsam, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Manchmal mahlen sie auch gar nicht.

Android-Nutzer können also wieder ihre Nahverkehrsverbindungen mit Hilfe der Öffi-App planen oder die App einfach ausprobieren.

Darüber hinaus hat der Entwickler Andreas Schildbach inzwischen auch eine Open-Source-Variante erstellt. Diese arbeitet ohne die Verknüpfung mit Google-Diensten (z. B. Google Maps), aber mit Spenden-Button und ist im F-Droid Store erhältlich. Allerdings erfolgt die Installation über einen Drittanbieter mit den damit verbundenen Risiken. Außerdem muss du deinem Gerät die Installation erst in den Einstellungen erlauben.

»» 01.09. Phishing-E-Mails vom 27. August bis 01. September 2018

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